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Delitzsch Starke Wurzeln in der Delitzscher St. Fanziskus-Kita
Region Delitzsch Starke Wurzeln in der Delitzscher St. Fanziskus-Kita
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09:00 29.09.2018
Seit 25 Jahren gibt es in Delitzsch eine Kita in Trägerschaft der katholischen Kirche. Das wird auch mit einem Gottesdienst gefeiert. Quelle: Heike Liesaus
Delitzsch

„Wie ein Regenbogen“, kommentierte einer der Knirpse aus der Kita St. Franziskus anerkennend die Farben der Stola, die Pfarrer Michael Poschlod übers weiße (Gottes-)Dienstgewand trug. „Und der Bürgermeister ist auch wieder da“, merkte eine weitere Stimme aus den Reihen mit den kleinen Stühlen an, wer unter den Erwachsenen zu entdecken war. Schließlich wurde in St. Franziskus an der Dübener Straße ein Jubiläum gefeiert: Seit 25 Jahren gibt es die Kita in Delitzsch in Trägerschaft der katholischen Kirche in Delitzsch. Da gehörte ein Gottesdienst in der Kita an der Dübener Straße ebenso dazu, wie das Konzert des Liedermachers Jörg Sollbach am gestrigen Freitag in der Marienkirche. Für die jüngste Gemeinde konnte der Pfarrer in seiner kleinen Predigt, mit der persönlichen Sichtung eines Wolfs auf der B 2 Aufmerksamkeit gewinnen. Da fieberten die Kinder mit. Jedes wollte erklären, ob es nun vorm Raubtier Angst hat oder nicht. Poschlod leitete aufs Gleichnis des guten Hirten über, und damit auf die Erzieherinnen, die hier die Kinder behüten, auf diejenigen, die das Mittagessen bringen, aber auch auf die Kinder, die selbst einmal im Monat im Altenheim reinschauen.

Turbulenter Anfang

Poschlods Vorgänger Armin Kensbock, der unter den Gästen war, hatte die turbulente Anfangszeit damals miterlebt: „Sollen unsere Kinder alle nur noch beten lernen? hieß es damals“, erinnerte er sich an Proteste. Inzwischen ist die Einrichtung längst selbstverständlich in der Kita-Landschaft der Loberstadt geworden.

Oberbürgermeister Manfred Wilde (parteilos) hätte die Kleinen am liebsten gefragt, wer von ihnen Erzieher werden will. Denn die sind begehrt in Delitzsch, einer Stadt, in der monatlich 85 bis 105 Neubürger registriert werden. „Die meisten von ihnen unter 40.“ Die Kita „Regenbogen“ zum Beispiel, die bereits geschlossen werden sollte, wird nun wieder erweitert. „90 Prozent unserer Investitionen fließen in die Kitas und Schulen“, so Wilde. „Aber es gibt wirklich Schlimmeres.“ Auch St. Franziskus mit den 50 Plätzen für Kinder im Kindergarten- und 24 im Krippenalter ist ausgebucht. „Wir haben eine Warteliste“, erklärt Beate Schöne, die stellvertretende Leiterin. „Klein hinein und groß heraus“ stand auf ihrem T-Shirts und dem ihrer Kolleginnen. Die Kinder hier können, wie sich im Kita-Gottesdienst zeigte, heute gemeinsam mit ihren Erzieherinnen das Vaterunser-Gebet singen und sie haben ebenso das Programm „Starke Wurzeln“, das gesunde Ernährung, Bewegung, Stressbewältigung in den Alltag bringt.

Von Heike Liesaus

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