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Delitzsch Steht Ehrenbergs Geburtshaus vor der Wiedergeburt?
Region Delitzsch Steht Ehrenbergs Geburtshaus vor der Wiedergeburt?
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14:09 19.05.2015
Unscheinbar steht das Ehrenberghaus an der Ecke von Hallescher Straße und Mauer- gasse. Es wurde bis aufs Erdgeschoss zurückgebaut. Quelle: Kay Würker

Bereits vor Jahren mussten wegen Baufälligkeit die oberen Etagen abgetragen werden, zurück blieb eine unscheinbare Ruine. Nun bemüht sich die Stadtverwaltung, der Immobilie Leben einzuhauchen. Das Haus soll wieder aufgebaut werden - mit finanzieller Hilfe der Sächsischen Aufbaubank (SAB), mit tatkräftiger Unterstützung der kommunalen Wohnungsgesellschaft. Das Geburtshaus könnte als Seniorendomizil wiedergeboren werden.

Im September soll sich der Stadtrat mit dem Thema beschäftigen. Nicht zum ersten Mal übrigens. Bereits vergangenes Jahr gab es einen entsprechenden Vorstoß aus dem Rathaus - der Stadtrat lenkte die städtischen Gelder jedoch zunächst in die weitere Sanierung der Kita Sonnenland. Auch zur jüngsten Ratssitzung im Juli wurde darüber diskutiert - mit dem Ergebnis, dass es zunächst kein Ergebnis gibt. Die Kommunalpolitiker entschieden mehrheitlich, das Thema auf September zu vertagen, wenn das Wiederaufbau-Konzept konkret auf dem Tisch liegt.

In Arbeit ist dieses Papier bei der Wohnungsgesellschaft (WGD). Geschäftsführer André Planer hat, vorbehaltlich eines wohlwollenden Votums im Aufsichtsrat, derzeit zwei Varianten im Blick. Einerseits seien Ein-Raum-Wohnungen mit flexiblen Raumlösungen denkbar, die vor allem junges Klientel ansprechen. Oder aber ein seniorengerechtes Quartier: betreutes Wohnen für die reife Generation. Die Stiftung St. Georg-Hospital, die gleich nebenan ein Altenpflegeheim betreibt, könnte als Partner gewonnen werden. Tatsächlich ist deren Geschäftsführer Tobias Münscher-Paulig nicht abgeneigt, sagt auf LVZ-Nachfrage: "Wir könnten aufgrund der örtlichen Nähe vieles leisten. Die Mitarbeiter unserer Sozialstation könnten zu Fuß die Betreuung übernehmen. Voraussetzung für eine solche Nutzung ist natürlich ein Fahrstuhl." In Überlegung sei eine Art Wohngemeinschaft für Demenzkranke - an Nachfrage mangele es nicht.

Ein gewisser Mangel herrscht hingegen an Platz. Dem Ehrenberghaus fehlt es am umliegenden Grundstück und damit an Raum für einen Garten oder Parkplätze. Auf den 110 Quadratmetern lässt sich nur in die Höhe gestalten. André Planer bezeichnete das Projekt als Herausforderung. Immerhin: Die Stadtverwaltung sieht - in Absprache mit der SAB - eine Finanzierungsmöglichkeit. Die Bank könnte sich im Rahmen des Programms Städtebaulicher Denkmalschutz dieses und nächstes Jahr mit insgesamt 240 000 Euro beteiligen. Das entspräche laut Stadtverwaltung etwa 50 Prozent der Kosten. Allerdings müsste noch dieses Jahr Baubeginn sein und wenigstens die Entkernung über die Bühne gehen, betonte René Gotthardt vom in Förderfragen zuständigen Planungsbüro Renner.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 06.08.2014
Kay Würker

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