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Delitzsch Stephanie Mann ist die Beste in Sachsen
Region Delitzsch Stephanie Mann ist die Beste in Sachsen
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00:32 23.03.2018
Beste Schülerin in der Alten- und Krankenpflege in Sachsen, Stephanie Mann. Quelle: Ditmar Wohlgemuth
Schenkenberg/Schkeuditz

Eigentlich wollte Stephanie Mann Grafikdesignerin werden, heute ist sie plötzlich Sachsens beste Auszubildende im Bereich der Altenpflege. Sie beteiligte sich kürzlich am Vorausscheid des Bundeswettbewerbs „Bester Schüler in der Alten- und Krankenpflege“ in Dresden und schnitt dort, auch aus ihrer Sicht „überraschend gut“ ab. Indes war das für Sylvia Oha, Leiterin der Akademie für Pflegeberufe in Schenkenberg, keinesfalls so. In ihrer Einrichtung lässt sich Stephanie Mann zur Altenpflegerin ausbilden und steht derzeit mit einem Notendurchschnitt von 1,0 bestens da.

Klausur mit 50 Fragen

„Ich hatte nach der Klausur wirklich kein gutes Gefühl“, räumt die 23-Jährige freimütig ein. 50 Fragen waren im Multiple Choice Verfahren in einer Stunde zu beantworten. Es standen damit für eine Frage mehrere Antworten zur Auswahl. „Ich habe nicht die ganze Zeit gebraucht“, berichtet Stephanie Mann. Für die Fragen, die ihr noch im Gedächtnis waren, schaute sie sofort mit ihrer Mentorin nach den möglichen Antworten. „Da war ich mir ziemlich unsicher, ob ich immer richtig lag“, sagte die Mutter eines kleinen Mädchens. Die Spannung löste sich erst, als ihr Name aufgerufen wurde, sie mit den Besten aus Berlin, Brandenburg, Thüringen und Sachsen-Anhalt vor dem Auditorium stand und die schwarz-rot-goldene Schärpe umgehängt bekam.

Intensive Vorbereitung

Natürlich habe sie sich intensiv auf diese Klausur vorbereitet, ebenso wie die anderen Vertreter. Vor allem die Fragen der Vorjahres-Wettbewerbe dienten dafür als guter Anhalt. Der jungen Frau aus Schkeuditz, die in der ambulanten Pflege des Unternehmen Alternative Krankenpflege Schade in der Flughafenstadt arbeitet, kam zudem zugute, dass sie „sehr nah an den Themen dran“ ist, wie sie selbst sagt. „Ich habe jeden Tag mit der Pflege zu tun“, machte die ausgebildete Pflegeassistentin deutlich.

Dreifacher Erfolg

Für Sylvia Oha ist es die erste Azubine ihrer Akademie, die auf Landesebene ganz vorn landen konnte. Seit 2014 nimmt die Akademie an dem Wettbewerb teil. „In erster Linie ist es ein Erfolg für die Auszubildende“, betonte Thomas Heimpold, Geschäftsführer der Euraka. Unter dem Dach des Trägerunternehmens agierte die Akademie. „Aber es ist auch ein besonderer Erfolg für die Akademie und den Betrieb.“

Viele Angebote

Berufliche Perspektiven hätten sich mit dieser Platzierung für die Schkeuditzerin gleich mehrere ergeben. An Angeboten mangelt es nicht. „Ich werden bei meinem Arbeitgeber bleiben, denn er unterstützt mich im besonderen Maße“, betont sie. Die Ausbildung ist berufsbegleitend. Zweimal in der Woche drückt sie die Schulbank in Schenkenberg. Auf den Bundeswettbewerb im Juni will sie sich ganz gezielt vorbereiten und weiß sich der Unterstützung der Akademie-Chefin als auch ihres Arbeitgebers sicher. Neben der Theorie komme es dann auf ganz praktische Dinge am Krankenbett, aber auch im Beratungsgespräch an. All das muss sie bereits jetzt in der täglichen Arbeit leisten. Im Wettbewerb komme es dann aber noch mehr auf Präzision und Fachkompetenz an. Dass Stephanie Mann den Umstieg in dieses Berufsfeld wagte, hat sie bis heute nicht bereut.

Von Ditmar Wohlgemuth

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