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Delitzsch Störung im Stromnetz legt Delitzscher Wasserversorgung lahm
Region Delitzsch Störung im Stromnetz legt Delitzscher Wasserversorgung lahm
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13:49 19.09.2016
Die Schaltanlage im Wasserwerk wird derzeit erneuert. Damit soll eine noch bessere Versorgungssicherheit gewährleistet werden. Quelle: Thomas Steingen
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Delitzsch

Es war ein Kurzschluss, der am Freitagabend in weiten Teilen Delitzschs die Strom- und Trinkwasserversorgung lahmlegte. Diese Erkenntnis veröffentlichten am Montag die Stadtwerke Delitzsch (SWD), nachdem sie sich eingehend mit der Störung beschäftigt hatten. Wie berichtet, war es zu einem Stromausfall im Versorgungsnetz der SWD gekommen, der sich in der Folge auch auf das Delitzscher Wasserwerk auswirkte.

Konkret ereignete am Freitag um 18.39 Uhr im 20-Kilovolt-Netz der Stadtwerke ein störungsbedingter Stromausfall in den Ortschaften Döbernitz, Selben, Zschepen und Brodau sowie im Gewerbegebiet Altes Ziehwerk. Laut SWD lag die Störung in einer am 20-Kilovolt-Netz angeschlossenen kundeneigenen Transformatorenstation der Firma Profilstahl im genannten Gewerbegebiet und somit nicht im Zuständigkeitsbereich des städtischen Versorgers. Ursache sei ein Kurzschluss in der Mittelspannungsanlage dieser Trafostation gewesen, erklärte am Montag Michael Denef, Technischer Leiter der SWD.

SWD-Mitarbeiter auf Fehlersuche

„Durch unsere Schutzeinrichtungen konnte der Kurzschluss innerhalb von nur wenigen Millisekunden abgeschaltet werden. Die Folge war der Versorgungsausfall in den genannten Ortschaften. Außerdem gab es eine kurzzeitige Spannungseinsenkung im gesamten 10- und 20-Kilovolt-Versorgungsnetz der SWD“, berichtete Denef. Nachdem Mitarbeiter der Stadtwerke die Fehlerstelle eingegrenzt und entsprechende Umschaltungen im 20-Kilovolt-Netz vorgenommen hatten, war die Versorgung in den betroffenen Ortsteilen gegen 19.30 Uhr wieder hergestellt.

Die kurzzeitige Spannungseinsenkung im 10-Kilovolt-Netz führte im Delitzscher Wasserwerk zum Ausfall der Pumpensteuerung und somit zum Druckabfall im Trinkwassernetz. Damit war auch die Wasserversorgung, die im Normalfall mit einem Druck von fünf Bar gewährleistet wird, unterbrochen. Betroffen waren die Delitzscher Kernstadt, die Ortsteile sowie weitere umliegende Orte. „Offensichtlich war die Stromunterbrechung nur sehr, sehr kurz, so dass die Zuschaltung des Notstromaggregats nicht funktionierte“, sagte am Montag Herbert Claßnitz, Technischer Leiter des Zweckverbandes Delitzsch-Rackwitzer Wasserversorgung (Derawa). Eine entsprechende Fehlermeldung sei jedoch umgehend auf dem Handy des Notdienstes des Verbandes eingegangen, der daraufhin ins Wasserwerk fuhr, um die Störung zu beheben. Nach ungefähr 20 Minuten seien die Pumpen wieder hochgefahren worden, so Claßnitz.

Wasserwerke investieren in noch mehr Sicherheit

Störungen dieser Art seien sehr selten, sagte der Technische Leiter der Derawa, zumal es sich in diesem Fall um eine externe Fehlerquelle handelte. Vor ein paar Jahren hatte es in der Steuerung des Wasserwerkes schon einmal einen Defekt gegeben, in dessen Folge die Wasserversorgung unterbrochen war. Der Verband sorgt jedoch vor: Mit der derzeitigen Erneuerung der Steueranlage sollen solche Fehlerquellen künftig noch weiter minimiert werden. Die zentrale Schaltanlage wird aktuell für rund 350 000 Euro modernisiert.

Von Thomas Steingen

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