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Stolpern und nie vergessen

Stolpern und nie vergessen

Ein Mensch ist erst dann vergessen, wenn sein Name vergessen wird. Die Namen der jüdischen Delitzscher, die von den Nationalsozialisten deportiert und ermordet wurden, sollen niemals in Vergessenheit geraten.

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In der Delitzscher Lindenstraße erinnern drei Stolpersteine die Familie Pincus.

Quelle: Christine Jacob

Delitzsch. Nur zehn mal zehn Zentimeter groß sind jene sieben Steine, die an verschiedenen Stellen in der Stadt an sie erinnern.

Am Freitag wurden diese bündig in verschiedene Gehwege eingelassenen Stolpersteine, den schrecklichen Ereignissen der Reichspogromnacht und den Delitzscher Schicksalen dahinter gedenkend, geputzt. In der Nacht vom 9. zum 10. November 1938 hatten Nationalsozialisten Synagogen in ganz Deutschland in Brand gesteckt, jüdische Friedhöfe demoliert und Wohnungen gestürmt. Die Nacht gilt als Auftakt der systematischen Juden-Vernichtung. Die Stolpersteine sind deutschlandweit Mahnmal.

Zahlreiche Vertreter des evangelischen Familienzentrums, der Jugendberatung, des Jugendhauses Yoz, der Linken, des neuen Vereins Kultur und Zukunft – vor allem aber viele Kinder und Jugendliche waren am Nachmittag zwischen Linden-, Körner-, Mozart- und Breiter Straße unterwegs, brachten die aus Beton gegossenen und mit einer Messingtafel versehenen Steine mit Putzwasser und Schwamm wieder zu Glanz und deutlicher Lesbarkeit. An jedem der Stolpersteine legten Vertreter der Linken eine rote Rose nieder, zündeten die Jugendlichen eine Kerze zum Gedenken an, erinnerten an die Menschen.

Es sind Namen wie die der Familie Berta, Alfred und Joachim Pincus, die zwischen 1942 und 1943 ermordet wurden, oder Hedwig Zeising, die als erste Delitzscher Jüdin deportiert und im Vernichtungslager Sobibor (Polen) starb.

Auch Delitzschs Oberbürgermeister Manfred Wilde (parteilos) sowie Mitglieder des Stadtrates und Kirchenvertreter beteiligten sich am Gedenken, besuchten unter anderem eine Andacht auf dem jüdischen Friedhof.

Christine Jacob

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