Volltextsuche über das Angebot:

6 ° / 3 ° Schneeregen

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Stolpern und nie vergessen

Stolpern und nie vergessen

Ein Mensch ist erst dann vergessen, wenn sein Name vergessen wird. Die Namen der jüdischen Delitzscher, die von den Nationalsozialisten deportiert und ermordet wurden, sollen niemals in Vergessenheit geraten.

Voriger Artikel
Rückkehr der Schuster-Heiligen - Altar der Marienkirche in Delitzsch restauriert
Nächster Artikel
Delitzsch hat Haus Leben

In der Delitzscher Lindenstraße erinnern drei Stolpersteine die Familie Pincus.

Quelle: Christine Jacob

Delitzsch. Nur zehn mal zehn Zentimeter groß sind jene sieben Steine, die an verschiedenen Stellen in der Stadt an sie erinnern.

Am Freitag wurden diese bündig in verschiedene Gehwege eingelassenen Stolpersteine, den schrecklichen Ereignissen der Reichspogromnacht und den Delitzscher Schicksalen dahinter gedenkend, geputzt. In der Nacht vom 9. zum 10. November 1938 hatten Nationalsozialisten Synagogen in ganz Deutschland in Brand gesteckt, jüdische Friedhöfe demoliert und Wohnungen gestürmt. Die Nacht gilt als Auftakt der systematischen Juden-Vernichtung. Die Stolpersteine sind deutschlandweit Mahnmal.

Zahlreiche Vertreter des evangelischen Familienzentrums, der Jugendberatung, des Jugendhauses Yoz, der Linken, des neuen Vereins Kultur und Zukunft – vor allem aber viele Kinder und Jugendliche waren am Nachmittag zwischen Linden-, Körner-, Mozart- und Breiter Straße unterwegs, brachten die aus Beton gegossenen und mit einer Messingtafel versehenen Steine mit Putzwasser und Schwamm wieder zu Glanz und deutlicher Lesbarkeit. An jedem der Stolpersteine legten Vertreter der Linken eine rote Rose nieder, zündeten die Jugendlichen eine Kerze zum Gedenken an, erinnerten an die Menschen.

Es sind Namen wie die der Familie Berta, Alfred und Joachim Pincus, die zwischen 1942 und 1943 ermordet wurden, oder Hedwig Zeising, die als erste Delitzscher Jüdin deportiert und im Vernichtungslager Sobibor (Polen) starb.

Auch Delitzschs Oberbürgermeister Manfred Wilde (parteilos) sowie Mitglieder des Stadtrates und Kirchenvertreter beteiligten sich am Gedenken, besuchten unter anderem eine Andacht auf dem jüdischen Friedhof.

Christine Jacob

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Delitzsch
Delitzsch in Zahlen

Bundesland: Sachsen

Landkreis: Nordsachsen

Fläche: 85,92 km²

Einwohner: 24.850 Einwohner (Dezember 2015)

Bevölkerungsdichte: 289 Einwohner/km²

Postleitzahl: 04509

Ortsvorwahlen: 034202

Stadtverwaltung: Markt 3, 04509 Delitzsch

Ein Spaziergang durch die Region Delitzsch
  • Zeitung in Schulen

    Herzlich willkommen bei den Schulprojekten der Leipziger Volkszeitung und ihrer Regionalausgaben. mehr

  • LVZ-Kreuzfahrtmesse
    Infos zur LVZ-Kreuzfahrtmesse

    Willkommen an Bord: Am 22. Oktober 2017 luden LVZ und Vetter Touristik zur 1. Kreuzfahrtmesse ein. Hier gibt es einen Rückblick. mehr

  • Leserreisen
    Leserreisen

    Kreuzfahrt in der Karibik, Städtetour durch die Toskana oder Busreisen in Deutschland - die Leserreisen der LVZ bieten für jeden Anspruch genau das... mehr

  • LVZ-Fahrradfest 2017
    Logo LVZ-Fahrradfest

    Das 13. LVZ-Fahrradfest lud am 14. Mai 2017 wieder Radler ein, gemeinsam in die Pedalen zu treten. Fotos, Videos und Infos finden Sie in unserem Sp... mehr

12.12.2017 - 16:12 Uhr

Ronny Meißner und Co. René Zimmermann beenden ihre Tätigkeit im Eichholz.

mehr
  • Zoo Leipzig
    Zoo Leipzig

    Infos und Events aus dem Zoo Leipzig sowie zahlreiche Bilder aller Vierbeiner und der geflügelten Zoobewohner. mehr

  • Panometer Leipzig - Dresden
    Panometer Leipzig: Alle Infos zum "Titanic" und den weiteren Panoramaprojekten von Yadegar Asisi

    Erfahren Sie im Special von LVZ.de alles zu den Panoramen "Titanic" und "Dresden im Barock" mehr

  • Touristik & Caravaning
    Themen, Tickets, Öffnungszeiten: Die wichtigsten Infos zur Messe Touristik & Caravaning (TC) 2017 im Special auf LVZ.de

    Urlaubsstimmung im Novembergrau: Alle Infos und News zur Reisemesse Touristik & Caravaning (TC) 2017 in unserem Special. mehr

  • Jahrtausendflut 2002

    Entlang von Mulde, Elbe und Pleite brach im August 2002 eine verheerende Flutkatastrophe herein. Die LVZ zeigt eine Bestandsaufnahme. mehr