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Delitzsch Straßensperrungen und Videoüberwachung zum Delitzscher Stadtfest Ende Juni
Region Delitzsch Straßensperrungen und Videoüberwachung zum Delitzscher Stadtfest Ende Juni
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00:18 12.06.2017
Historischer Umzug zum Delitzscher Stadtfest. Es gibt in diesem Jahr nur zwei Zufahrten in die Innenstadt. Quelle: Alexander Prautzsch
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Delitzsch

Die gesetzlichen Auflagen in Sachen Sicherheit bei Großveranstaltungen werden immer komplexer. Betroffen ist davon auch das Delitzscher Stadtfest Peter & Paul, das vom 30. Juni bis 2. Juli in der Loberstadt stattfindet. Zum achten Mal richtet die Peter & Paul Veranstaltungs GmbH dieses Event aus. Aus dem Organisationsteam war zu erfahren, dass man sich sehr intensiv mit dem Thema Sicherheit auseinandergesetzt habe. Dabei wolle man sich nicht in die Karten schauen lassen. „Wir haben alle erforderlichen Maßnahmen ergriffen, die den ordnungsgemäßen Ablauf des Festes und die Sicherheit der Gäste garantiert.“ Es sei ein Sicherheitskonzept erarbeitet worden, das in enger Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung und dem Delitzscher Polizeirevier entstand und die Erfahrungen der vergangenen Jahre als auch die derzeitige Terrorlage berücksichtigt.

Stadtzentrum wird fahrzeugfrei

Für die Stadtverwaltung habe der Punkt Sicherheit allgemein und beim Stadtfest im Besonderen eine sehr hohe Priorität. Das Stadtzentrum werde weitgehend für den Fahrzeugverkehr gesperrt. Ein- und Ausfahrten ins Festgelände gebe es nur noch für Anwohner und Mitwirkende beim Stadtfest über die Hallesche Straße, Höhe Pestalozzistraße, und Holzstraße von der Bismarckstraße kommend. Alle anderen Zufahrten würden mit geeigneten Mitteln unpassierbar gemacht. Damit greife man die Erfahrungen von 2013 auf, als das Landeserntedankfest in Delitzsch gefeiert wurde.

Falschparker werden abgeschleppt

„Das hat damals alles sehr gut funktioniert“, erklärte Klaus Kabelitz, Leiter des Delitzscher Polizeireviers. Natürlich werde es dadurch zu Veränderungen und Einschränkungen im Straßenverkehr kommen, aber „sie dienen der Sicherheit“, bat er um Verständnis. Kabelitz erinnerte sich an das vergangene Jahr, als unvernünftige Fahrzeugführer ihre Autos einfach dort abstellten, wo es ihnen gefiel und damit Rettungswege gnadenlos blockierten. Das soll in diesem Jahr nicht passieren. „Abgeschleppt wird ohne Vorwarnung.“ Es könne leider nicht mit der Vernunft aller Leute gerechnet werden. Ihn beunruhigt momentan die zunehmende Dreistigkeit von Autofahrern, ohne schlechtes Gewissen Behindertenparkplätze zu blockieren.

Videotechnik im Einsatz

Stadtverwaltung und Polizei kündigten zum Stadtfest auch den Einsatz von Videoüberwachungskameras an. Es werde zwei Kamerastandorte geben, am Breiten und am Schlossturm. „Sie dienen aber in erster Linie der Führung der Polizeikräfte, um schnell reagieren zu können“, so Kabelitz weiter. Ausreichend Beamte in Uniform würden zur Verfügung stehen. Unterstützung bekämen die Delitzscher aus anderen Bereichen der Polizeidirektion. „Es wird wieder ausreichend Fußstreifen im gesamten Festgelände geben“, sagte der Revierleiter.

Zahl der Straftaten stagniert

Als echte Sicherheitspartnerschaft lobte Kabelitz die Zusammenarbeit mit der Stadt und der Veranstaltungs GmbH. Es hätten bereits mehrere Treffen stattgefunden, bei denen das Konzept jeweils präzisiert wurde. Bislang lägen keine Anhaltspunkte für eine besondere Gefährdungslage vor. Offenbar wirken die bisherigen Sicherheitsmaßnahmen, denn die Zahl der Straftaten wie Diebstahl oder Körperverletzungen während des Stadtfestes stagniert, obgleich die Besucherzahlen deutlich ansteigen.

Von Ditmar Wohlgemuth

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