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Delitzsch Streit um Standort für Hohenrodaer Feuerwehrgerätehaus
Region Delitzsch Streit um Standort für Hohenrodaer Feuerwehrgerätehaus
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15:48 04.07.2017
Es könnte auch eine Garage sein: Das Gerätehaus in Hohenroda. Quelle: Christine Jacob
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Hohenroda

Warum wird einem erst eine Wahl gegeben, wenn diese dann doch abgelehnt wird? Diese Frage stellen sich gerade die Kameraden der Feuerwehr Hohenroda/Mocherwitz. Die Ehrenamtlichen sollten nach langem Ringen um ein neues Gerätehaus selbst entscheiden, wo ihr neues Depot gebaut wird. Das haben sie getan, sich mehrheitlich entschieden. Alles klar soweit. Oder etwa nicht? Denn ihre Wahl interessiert nun scheinbar niemanden mehr. In einem offenen Brief machen die Kameraden ihrem Ärger Luft.

Zustände nicht hinnehmbar

Dass das Gerätehaus neu gebaut werden muss, daran gibt es kaum mehr Zweifel. Das bestehende Gebäude ist kaum größer als eine Garage und zwischen dem darin abgestellten kleinen Tragkraftspritzenfahrzeug und den Haken mit der Einsatzkleidung bleibt kaum Platz, sich überhaupt umzuziehen. Kehren die Kameraden vom Einsatz zurück, bleibt ihnen die Möglichkeit, sich die Hände im Teich zu waschen. Einige Jahre zieht sich das Ringen um ein neues Gerätehaus schon, grundsätzlich steht die Kommune auch dahinter – nur für dieses Jahr gab es keinen Fördermittelbescheid und die Hoffnungen ruhen auf einem neuen Anlauf für 2018. Ein Gerätehaus nach Stand der Technik mit Platz für ordentliche Umkleiden, Parkplätzen, Schulungsmöglichkeiten und künftig vielleicht auch Raum für größere Technik bietet nach Ansicht der Kameraden ein Bauareal am Platz der Jugend, auch „Dorfplatz" genannt.

Keine Wahl?

Ihren Anfang nahm die Posse, auf die die Kameraden nun mit dem Brief reagieren, schon vor einigen Monaten. Ende Februar forderte der Ortschaftsrat von den Feuerwehrleuten, sich zwischen zwei Standorten zu entscheiden. Bis dahin galt der „Dorfplatz“ als einzige Option, dann wurde plötzlich noch ein Grundstück nahe der Agrargenossenschaft angeboten. Die Kameraden trafen ihre Wahl und blieben beim Areal am Platz der Jugend, es ist im Alarmfall schneller zu erreichen und die Anfahrt dorthin sei insgesamt ungefährlicher. Der Abstimmung enthielten sich die Alterskameraden, weil sie den Entscheid den Aktiven überlassen wollten. Die Wahl bekam der Ortschaftsrat auf den Tisch und lehnte den Beschluss der Kameraden mit fünf gegen drei Stimmen ab. Damit rückt der Neubau eines Gerätehauses wiederum in die Ferne.

Enttäuscht, „dass die Meinung der Feuerwehr negiert wurde“, zeigt sich Ortsvorsteherin Gisela Bamberg (Linke). Einige Politiker hätten Bedenken, dass der „Dorfplatz“ komplett zugebaut werden könnte. Das muss niemand befürchten, so die Feuerwehr. Die Kameraden appellieren an den Gemeinderat, das Thema zurück in den Ortschaftrat zu geben oder die Entscheidung zu kippen. Voraussichtlich tagt der Rat nicht vor August.

Von Christine Jacob

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