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Szenario: Feuer-Drama an der Delitzscher Theaterakademie

Übung im großen Stil Szenario: Feuer-Drama an der Delitzscher Theaterakademie

Feueralarm in der Theaterakademie. Dichter Rauch ausgerechnet unten im Foyer. Der Fluchtweg aus dem Oberen Bahnhof ist abgeschnitten, mehr als 20 Schüler sitzen fest. Feuerwehrfahrzeuge rücken an. Kurz vor 21 Uhr: Szenenapplaus. Zu Recht?

Studentin Theresa Becker wird mit ihrer Panik zu einer Herausforderung für die Kameraden.

Quelle: Christine Jacob

DELITZSCH. 18.50 Uhr an diesem sonnigen Donnerstagabend gehen erstmals die Sirenen in Delitzsch, wenig später auch die in den Ortsteilen. Alarm für die Feuerwehr. Es gibt eine unklare Rauchentwicklung in dem Gebäude der Theaterakademie in der Anna-Zammert-Straße, alarmiert die Leitstelle. Es ist ein komplett inszeniertes Drama, das bis ins letzte Detail sitzt. Es soll das Zusammenarbeiten aller Delitzscher Ortsfeuerwehren trainieren.

Der Einsatzleiter der Feuerwehr Delitzsch erreicht die Einsatzstelle als erster Kamerad. Dort erwarten ihn zwei Frauen - eine ist total hysterisch, die andere apathisch. Ihre Schüler, berichten die Frauen, seien im Gebäude und sie selbst doch nur mal kurz zum Rauchen draußen gewesen. „Wie konnte das nur passieren? Warum mussten wir rauchen?“, wimmert die eine Lehrerin. Wie viele Schüler sind genau drin? Das muss erst aus den verstörten Lehrerinnen heraus gebracht werden. Nach und nach treffen sämtliche Ortswehren ein, 77 Einsatzkräfte werden es am Ende sein. Im Hintergrund stehen andere Kameraden und notieren jeden Schritt, um alles auswerten und daraus lernen zu können.

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Feuerwehr- statt Theaterprobe: An der Theaterakademie Sachsen haben alle Ortswehren von Delitzsch eine große Übung absolviert. Mit einer von Rauch eingeschlossenen Schülergruppe wurde der sprichwörtliche Teufel an die Wand gemalt, angehende Schauspieler gaben der Übung zusätzliche Dramatik.

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Die eine Frau schreit immer wieder, wehrt sich teilweise gegen Einsatzkräfte und rennt panisch wieder ins verqualmte Gebäude. Die andere Frau läuft immer wieder suchend umher, steht unter Schock. Die beiden sind eine der Herausforderungen, mit denen es die Kameraden der Feuerwehren Delitzsch, Selben/Zschepen, Schenkenberg, Benndorf, Beerendorf, Spröda/Poßdorf, Brodau und Laue am Donnerstagabend zu tun bekommen. Verkörpert werden die Lehrerinnen von den Akademiestudentinnen Franziska Linke und Theresa Becker. Die Schauspielschülerinnen schreien und sie toben, sie drehen durch und machen den Kameraden ganz schön zu schaffen – all das kann im Umgang mit Opfern tatsächlich passieren.

Szenario wird bis ins Detail durchgezogen

In diesem Szenario mit etlichen Verletzten – ebenfalls glaubhaft gespielt von Mitgliedern des Jugendrotkreuz und der Jugendfeuerwehr – rückt auch die SEG, kurz für Schnelleinsatzgruppe, des DRK an. Zum Einsatz kommen die Ehrenamtlichen der SEG’s im Landkreis zum Beispiel, wenn es gilt, viele Menschen auf einmal zu versorgen. Der Fall wird bis zum Ende durchgezogen wie ein Ernstfall: Rund zwei Stunden sind die Kameraden der Feuerwehren und die Retter vom DRK im Einsatz, Kameraden schreiten unter Atemschutz zum inszenierten Löschangriff gegen Disconebel im Gebäude, retten die Schüler unter anderem mit der Drehleiter. Da die der Delitzscher Wehr gerade zur Revision ist, ist ein Ersatzfahrzeug da. Alles ist als wäre es ernst. Kein Detail soll außer Acht gelassen werden mit dem Argument es sei doch „nur“ eine Übung. Die SEG baut ihr Zelt zur Versorgung daher auch komplett auf, kümmert sich wie in der Realität um die Verletzten und ihre Registrierung. Die Stadtverwaltung Delitzsch ist ebenfalls vor Ort, spielt unter anderem durch, wie es ist bei solch einem Ernstfall wäre, die Medien zu informieren.

Am Ende ziehen die Regisseure der Feuerwehr Delitzsch positive Bilanz. Die größte Übung der hiesigen Kameraden, erstmals waren alle Ortsteile involviert, ist gut über die Bühne gegangen. Solche großen Szenarien sollen künftig regelmäßig geprobt werden.

Von Christine Jacob

DELITZSCH, Anna-Zammert-Straße 1 51.52021 12.34755
DELITZSCH, Anna-Zammert-Straße 1
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