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Delitzsch Tafelarbeit als Brückenbau
Region Delitzsch Tafelarbeit als Brückenbau
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16:54 14.09.2010
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. Denn nach dem Start in der Ritterstraße legte sie in der August-Bebel-Straße ein Zwischenstopp ein, um jetzt schließlich in der Leipziger Straße ein hoffentlich dauerhaftes Quartier zu finden.

Die Räume, in denen die Gratulanten empfangen werden, sind jedenfalls optimal für den Verein. Woche für Woche können hier rund 100 Familien und Alleinstehende in einem schönen Ambiente für einen kleinen Obolus einen gefüllten Warenkorb erwerben. Eine Kühlstrecke in den hinteren Räumen sorgt dafür, dass die Lebensmittel, die aus ganz Sachsen, aber auch aus dem ganzen Bundesgebiet geholt werden, nicht an Qualität verlieren. „Die Kühlstrecke hat mich viele Fransen beim Schnattern gekostet", gesteht Vereinschefin, Initiatorin und bis heute treibende Kraft Jutta Faak am Rande der kleinen Geburtstagsfeier. Denn sie, die sagt, überhaupt keine große Rednerin zu sein, kann eins wie wohl kaum ein anderer: Organisieren und Klinken putzen bei Sponsoren, denen sie übrigens vom ganzen Herzen dankt.

Werner Wehmer, Vorsitzender der Leipziger Tafel, ist bei seinem ersten Besuch in der Leipziger Straße „schier begeistert" und fügt an. „Doch bei dem Organisationstalent von Jutta Faak ist das nicht ganz so verwunderlich." Dieses hat auch Karlheinz Klein schon vor einiger Zeit erleben dürfen. Der Werkleiter des Wellpappenwerkes Smurfitkappa in Delitzsch freut sich, dass er auch die Belegschaft zum Spenden animieren konnte. Er verrät: „In der nächsten Woche werden Betriebsrat und Geschäftsleitung einen Scheck in vierstelliger Höhe überreichen." Die Mitarbeiter spenden damit den Erlös aus der Tombola zum 15-jährigen Bestehen des Unternehmens.

Das Jutta Faak einen guten Draht zur Wirtschaft hat, das bestätigt auch Wieland Schreinicke. Der heutige Rentner hat als ehemaliger Geschäftsführer der Anlage Umweltprojekt GmbH die Bekanntschaft mit der Delitzscher Tafel geschlossen. „Was hier täglich geleistet wird, ist enorm", findet der Eilenburger. „Da gehört schon einiges dazu, die Fahrzeuge am Laufen zu halten, den Strom zu bezahlen, die Regale zu füllen – und das alles ehrenamtlich."

Stora Enso Sachsen unterstütze vor allem Bildung, weiß Ellen Rößler, die in dem Eilenburger Werk für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist. Doch ein leerer Bauch könne nicht lernen. Deshalb das Engagement in diesem Bereich, den Landrat Michael Czupalla auch als „Brückenbau zwischen Überfluss und Mangel" bezeichnete. Dass dies als eine Dauerbaustelle anzusehen ist, das weiß Klaus Faak: „Von Montag bis Freitag ist meine Frau immer ganztägig weg."

Ilka Fischer

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