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Delitzsch Tasse mit Delitzscher Motiv erworben
Region Delitzsch Tasse mit Delitzscher Motiv erworben
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16:04 04.12.2009
Diese Tasse ist die jüngste Neuerwerbung des Delitzscher Museums. Quelle: Edith Dorothea Klisa
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Dass die guten Stücke so schnell am lober eintreffen würden, damit hatten auch die in die Sache involvierten Museumsmitarbeiter nicht gerechnet.

Den eigentlich hatten sie zunächst nur ein briefliches Verkaufsangebot erwartet. Stattdessen traf gleich ein voluminöses Paket mit dem wertvollen Porzellan ein. Aus einer Fülle abpolsternden Materials kamen die beiden guten Stücke zum Vorschein, Tasse und Untertasse, mit den blauen Schwertern von Meißen auf dem Unterboden. Es handelt sich dabei um ein Meißener Kabinettstück von etwa 1830 bis 1840 mit naturgetreu gemalter Ansicht von Delitzsch.

Die Vorgeschichte begann so: Per Telefon hatte sich ein Antiquitätenhändler aus Wiesbaden im Barockschloss Delitzsch gemeldet und das Objekt aus seinem Bestand vorgestellt. Die Delitzscher Museumsleute wurden hellhörig. Denn in ihrer Porzellansammlung hatten sie so etwas noch nicht. „Das konnten wir uns nicht entgehen lassen. So etwas bekommt man nicht zweimal angeboten“, schätzte Museumschef Jürgen Geisler damals sofort ein. „ Aber auch erstaunlich und unser Glück ist, dass sich der Wiesbadener Händler die Mühe machte, uns herauszufinden und zu benachrichtigen.“

Der Händler hatte den richtigen Riecher. Die Delitzscher bissen an. Doch zunächst verhalten. Der Preis war das Problem. Die Tatsache, dass der Museumsverein in seinen Reihen einen Kunsthistoriker hat, einen Spezialisten auf diesem Gebiet, vereinfachte die Sache. Man kam sich schließlich entgegen und wurde sich bei zwei Drittel des zunächst verlangten Preises einig.

Der Vorstand des Museumsvereins stimmte zu, die Summe zunächst aus dem Spendenkonto des Vereins zu begleichen und im Nachgang einen Zuschuss bei der Sächsischen Landesstelle für Museumswesen zu beantragen. So ist das Museum Barockschloss Delitzsch schon jetzt um ein gutes Stück reicher. Noch ist es wohlverwahrt. Ideen der Präsentation gibt es aber. So denkt Jürgen Geisler, dass die Neuerwerbung mehrfach bei thematischen Ausstellungen eingesetzt werden könne, etwa in einer Porzellanausstellung oder in einer Schau, in der es um Delitzscher Motive geht. „In die Barockzeit passt die Tasse allerdings nicht. Dafür ist sie zu jung“, sinniert er. Noch kann er auch nicht sagen, wann diese Neuerwerbung erstmals öffentlich zu sehen sein wird.

Ilka Fischer

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