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Delitzsch Tausende Osterfeuer in Nordsachsen
Region Delitzsch Tausende Osterfeuer in Nordsachsen
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08:34 04.04.2012
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. Während allein über Ostern 2011 bei der Rettungsleitstelle mehr als 1500 Anmeldungen eingingen, rechnet der Dienst in diesem Jahr mit einer Steigerung. Für die Einsatzkräfte ist das mitunter problematisch.

„Die Osterfeuer nehmen von Jahr zu Jahr zu", konstatiert Klaus Bechstedt, Leiter der Leitstelle in Delitzsch. „Für uns ist das mittlerweile unüberschaubar." Deshalb habe man in diesem Jahr darauf verzichtet, die Kommunen aufzufordern, ihre Feuer im Vorfeld anzuzeigen. Der Grund ist ganz praktischer Art: Wenn ein Anruf bei der Rettungsleitstelle eingeht, sei es „unmöglich und nicht mehr nachvollziehbar", ob es sich um ein Osterfeuer handelt oder es tatsächlich brennt und Leben sowie Hab und Gut in Gefahr sind. „Wir hatten in den vergangenen Jahren vereinzelt solche Fälle", sagt Bechstedt. Der jeweilige Anrufer hätte nicht gewusst, dass ein Osterfeuer angemeldet war. Und die Rettungsleitstelle musste zunächst prüfen, ob eine Anmeldung vorlag. „Bei 1500 Feuer ist das nicht mehr auf die Schnelle machbar", so Bechstedt weiter. Denn zwischen dem Gesprächsende mit einem besorgten Bürger und dem Auslösen des Alarms dürfe nur eine Minute vergehen. „Da können wir nicht erst noch Akten wälzen." Insofern hat sich die Leitstelle diesen Bürokratismus erspart. Sie müsse ohnehin jeden Anrufer ernst nehmen und handeln. Bedeutet in der Konsequenz: Die Feuerwehr wird vorsorglich rausgeschickt.

Grundsätzlich sind Osterfeuer bei der jeweiligen Kommune anzumelden. Die Stadt Eilenburg hat deshalb ein Antragsformular für solche Lagerfeuer im Internet veröffentlicht. Dieses müsse mindestens eine Woche vor der Veranstaltung bei der Stadt eingehen. Bei der Genehmigung werde dann geprüft, ob der Standort geeignet ist, erläutert Annett Krause, die Leiterin des Bürgerbereichs in der Stadtverwaltung. Zudem sei es wichtig, dass die Feuerwehr informiert ist. „Sonst könnte es teuer werden", so Krause weiter. Wie viele Feuer diesmal in der Muldestadt und ihren Ortsteilen angezeigt sind, könne sie nicht sagen. Im vorigen Jahr waren es 154.

Für Brauchtumsfeuer müssten zudem einige Regeln beachtet werden, wie das sächsische Umweltministerium mitteilte. Totholzhaufen seien ein gern genutzter Unterschlupf für Singvögel, aber auch für Igel und Insekten. „Deshalb sollten die Holzhaufen erst am Tag des Abbrennens aufgeschichtet oder ältere Haufen vorsichtig umgeschichtet werden", empfiehlt Umweltminister Frank Kupfer (CDU). Ein öffentliches Verbrennen von Holz sei außerdem nur zulässig, wenn es sich um „ein anerkanntes und über Jahre hinweg gepflegtes Brauchtumsfeuer" handele. Und das trifft wohl auf die wenigsten der 1500 Feuer, die im Kreis lodern werden, zu.

Nico Fliegner und Heike Liesaus

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