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Delitzsch Tausende feiern Fest rund um den Erdapfel
Region Delitzsch Tausende feiern Fest rund um den Erdapfel
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16:27 05.09.2010
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. Schon jetzt steht fest, dass es in diesem Jahr, der Beregnung sei dank, eine gute Ernte wird. Am Sonnabend lud der Landwirt zum Hoffest ein. Tausende Besucher und 20 Aussteller folgten der Einladung.

Gleich neben den Oldtimerfahrzeugen zeigt Martin Pönicke mit der Schnitzkunst ein altes Handwerk. „Nein, Kartoffeln schnitze er nicht", erzählt der Delitzscher mit einem Schmunzeln, Diese sei schließlich keine sonderliche Herausforderung. Dafür entstehe vor allem aus Obstholz fast alles aus dem Tierreich. Die Blaskapelle Frischluft spielt in der Halle nebenan. Die aufgestellten Bierzeltgarnituren sind um die Mittagszeit allesamt besetzt, vor den Ständen der Aussteller und Gastronomen bilden sich Schlangen. Am Stand der Lienigs selbst können die Gäste nicht nur bei einer Tombola ihr Glück versuchen, auch Kartoffeln gehen über den Ladentisch. „Wir bauen aber nicht nur Kartoffeln an", erklärt Andrea Lienig.Doch dass südöstlich von Delitzsch auch Zuckerrüben, Getreide oder oder Raps angebaut werden, hat sich bisher weit weniger rumgesprochen.

Döbernitz. Noch bis Ende September holt der Landwirtschaftsbetrieb Norbert Lienig aus 200 Hektar Anbaufläche die Kartoffeln aus der Erde. Schon jetzt steht fest, dass es in diesem Jahr, der Beregnung sei dank, eine gute Ernte wird. Am Sonnabend lud der Landwirt zum Hoffest ein.

Seit Sonnabend wissen es ein paar mehr. Denn zwei der insgesamt 22 Mitarbeiter des Landwirtschaftsbetriebes sowie der Lienig GbR zeigen, wie einst der weizen gedroschen wurde. Eine zugmaschine Lanz aus dem jahre 1933 treibt dazu die Dreschmaschine an. Dass dies keine einfache Arbeit war, das sehen die umstehenden Besucher auch trotz der aufziehenden Staubwolken. 

Die modernere Technik hat es Herbert und Ulf Dreßler angetan. „Ich habe früher selbst 30 Jahre auf der LPG gearbeitet2, erzählt Herbert Dreßler. Ich bin mit meinem Sohn eigentlich jedes Jahr hier. Die Lademaus hier, die übrigens gar nicht mäuschenhaft daherkommt, die sei schon im vorigen Jahr in Betrieb gewesen, erläutern sie fachkundig. Doch neben der Technik würden sie sich auch dafür interessieren, welche neue Kartoffelsorten es gibt. „Wir bauen schließlich selbst welche an", so Herbert Dreßler.

Die Sorte war dem sechsjährigen Vincent Stoppe egal. Als das Kartoffelschleudern ausgerufen wurde, stand er mit vielen anderen Gästen am Feldrand bereit, um diese aufzulesen. Das machte einfach Spaß. „Doch toll war auch die Hebebühne. Da war ich ganz hoch", erzählt der aufgeweckte Sechsjährige. Nur Oma hätte sich da nicht getraut. „Doch zum Glück gibt es ja noch den Opa." Ganz hoch war dabei wirklich ziemlich hoch. Denn bis zu 43 Metern geht es so mit der Hebebühne nach oben, mit der die Lienig GbR ansonsten vor allem Baumschnittarbeiten erledigt.

Dass zu den Erdäpfel auch die Äpfel auf den Bäumen passen, das wissen Heike Weidt und Veronika Leißner vom Landschaftspflegeverband. Sie werben auf den Hof- und Erntefesten der Region für alte Apfelsorten, die „leider viel zu wenig nachgezogen werden". Doch zumindest würde es jetzt wieder Baumschulen geben, die auf Nachfrage auch alte Sorten anbieten.

Ilka Fischer

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