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Delitzsch Techniker wartet Uhr im Halleschen Turm in Delitzsch
Region Delitzsch Techniker wartet Uhr im Halleschen Turm in Delitzsch
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10:12 21.08.2017
René Seiber von der Leipziger Firma Zachariä wartet die Uhr im Halleschen Turm in Delitzsch. Quelle: Ditmar Wohlgemuth
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Delitzsch

Es ist im wahrsten Sinne des Wortes eine schmierige Angelegenheit, wenn René Sieber zweimal im Jahr die Uhr im Halleschen Turm wartet. Öl und Fett braucht das Uhr- und das Schlagwerk reichlich, um sechs Monate über die Runden zu kommen. Der 38-Jährige weiß, dass genau diese Uhr mit größter Präzision die Zeit anzeigt. Sie werde mit dem Funksignal es Zeitzeichensenders DCF 77 Mainflingen (Frankfurt am Main) angesteuert. So wie die meisten funkgesteuerten Uhren im westlichen Europa.

Ohne Strom dreht sich nichts

Wenn sie dann doch mal stehen bleibt, so ist das entweder ein böser Scherz oder durch ein Versehen passiert. „Dann hat jemand einfach die Stromversorgung unterbrochen“, berichtete Jan Matussek. Er ist Mitglieder der Reservistenkameradschaft Delitzsch, die seit 2012 den Turm als Vereinshaus nutzt. Bei öffentlichen Veranstaltungen im Turm werde zwar darauf verwiesen, genau diesen Schalter im Raum nicht zu betätigen, aber zu später Stunde ist das meist vergessen. „Aufmerksame Bürger informieren jedoch recht zügig darüber, dass die Uhr steht“, sagte Matussek. Beim Einschalten des Stroms stellt sich die Uhr dann wieder auf die aktuelle Zeit. „Und läutet dann entsprechend oft“, klärte Matussek auf.

Leipziger Firma baute die Uhr

Gut anderthalb Stunden braucht René Seiber für die Wartung und muss dazu 96 Stufen einer schmalen Treppe nach oben steigen. In die oberste Etage mit der Uhr geht es dann nur noch mit einer Leiter. „Der sauberste Arbeitsplatz ist es natürlich nicht“, bemerkte der Uhrentechniker der Firma Zachariä aus Leipzig. Sie hat im Übrigen die Uhr für den Halleschen Turm auch gebaut. Seiber geht davon auch, dass es um 1896 gewesen sein muss. Seit 1609 hat der Turm eine Uhr. Erst 1991 wurde der mechanische Antrieb gegen einen elektrischen getauscht. Jedes einzelne Lager, jede bewegliche Verbindung sieht sich der Techniker ganz genau an, prüft sie auf Gängigkeit und schmiert und schmiert. Mit besonderer Aufmerksamkeit widmet er sich der Schlagglocke. Sie ist außerhalb des Turmes angebracht und deshalb der Witterung ausgesetzt. Für die gibt es deshalb auch etwas mehr Fett. „Gut geschmiert, geht sie besser“, weiß er.

Von Ditmar Wohlgemuth

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