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Delitzsch Temposünder zu schnell im Delitzscher Wohngebiet unterwegs
Region Delitzsch Temposünder zu schnell im Delitzscher Wohngebiet unterwegs
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06:00 08.11.2018
An vielen Stellen im Delitzscher Stadtgebiet wird regelmäßig die Geschwindigkeit überwacht. Quelle: wsens
Delitzsch

An jenem Donnerstag hatten es Kraftfahrer in Delitzsch Nord offenbar besonders eilig, durch die Sachsenstraße zu kommen. Am 13. September zwischen 13.30 und 16.22 Uhr waren dort von 369 Fahrzeugen 99 im 30-km/h-Bereich auf der Straße zwischen Supermarkt und Wohngebiet zu schnell unterwegs. Das ist einer der Spitzenwerte der insgesamt 49 Messungen, die in der Loberstadt im Halbjahr von April bis September durchgeführt wurden.

Seit 2010 ist die Stadt für die Überwachung der Tempolimits zuständig. Vor sechs Jahren wurde extra das 60 000 Euro teure Leivtec angeschafft und damit unter anderem die Präsenz vor Schulen und Kitas verstärkt worden. Denn es ist auch an unübersichtlichen Orten, wie Kurven und Baustellen in der Lage, die Schnelligkeit vom Fahrzeug zu bestimmen.

Schutzwürdig

Zum größten Teil, bei mehr als 40 Prozent, kamen erneut Orte ins Visier, an denen ein “besonders schutzwürdiger Personenkreis“ unterwegs ist. Damit wurde das Gerät zum Beispiel an Schulwegen wie der in der Halleschen Straße aufgebaut, aber auch am Behindertenzentrum in der Richard-Wagner-Straße oder an der Bushaltestelle am Jugendzentrum in der Sachsenstraße, wo, anders als im Wohngebiet, 50 Stundenkilometer erlaubt sind.

Moderne Blitzer blitzen nicht mehr – so auch der XV3 von Leivtec. Quelle: Wolfgang Sens

Oft mehr als Tempo 30

Gerade vor Schulen und Kitas ist oft Tempo 30 ausgewiesen. Und ein großer Teil der Verstöße kommt dort zusammen, weil Autofahrer an diesen Orten anteilig eher zu schnell unterwegs sind. Bei einem reichlichen Fünftel der Messungen waren Hinweise von Bürgern der Auslöser. So zum Beispiel an der schnurgeraden Langen Straße im Ortsteil Selben, die offenbar verführt, heftiger aufs Gaspedal zu treten als für die erlaubten 50 km/h nötig. Auch in der Eisenbahnstraße oder im Rosental wurde solchen Hinweisen nachgegangen.

Ein Überschreitungs-Spitzenreiter ist die 80 km/h-Strecke auf der B 184 in der Höhe von Brodau. 14 Prozent der Autos waren dort am Messtag schneller als erlaubt.

Zirka ein Viertel der Messzeiten zwischen April und September waren solchen Unfallschwerpunkten und sowie innerstädtischen Geschwindigkeitsbeschränkungen gewidmet. Weitere Blitzer-Aktionen fanden an den Delitzscher Ortseingängen statt.

25 000 Euro Strafgelder

Im Schnitt wird mit 1000 Verfahren pro Jahr in Delitzsch gerechnet. Diesmal waren es 995 Verwarngeldverfahren und 70 Bußgeldverfahren, die im betrachteten Zeitraum eingeleitet wurden. Verwarn- und Bußgelder in einer Höhe von circa 25 000 Euro wurden insgesamt verhängt.

Generell aber wird im Delitzscher Stadtgebiet eher weniger gerast. Zum einen helfen die Aktionen, zum anderen sei es wohl auch der Infrastruktur geschuldet, ist aus dem Ordnungsamt zu hören. Die Gassen der Altstadt laden wenig zum schnellen Fahren ein, eine vierspurige Landstraße gibt es auch nicht im Delitzscher Umfeld.

So musste nur ein Fahrzeuglenker oder eine -lenkerin mit Fahrverbot belegt und ein Verfahren ans Amtsgericht geleitet werden, weil in diesen Fällen über 30 km/h bei 50 beziehungsweise 70 erlaubten gefahren wurde.

Zwischen Oktober 2017 und März aber wies die Statistik indessen 1222 Verwarngelder und 41 Bußgeldverfahren aus. http://www.lvz.de/Region/Delitzsch/Ueber-1200-Temposuenden-in-Delitzsch Allerdings gab es da auch insgesamt fast 200 Mess-Stunden, bei denen 27 000 Fahrzeugen gezählt wurden. Über den Sommer kamen rund 21 500 Fahrzeuge bei 136 Mess-Stunden zusammen.

Von Heike Liesaus

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