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Delitzsch Thomas Schubert hält Zschortauer fit
Region Delitzsch Thomas Schubert hält Zschortauer fit
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19:00 14.09.2016
Thomas Schubert in seiner Praxis in Zschortau. Quelle: Foto: Kay Würker
Zschortau

Volles Haus gestern bei Dr. Thomas Schubert. Nichts Ungewöhnliches an sich. Doch diesmal kamen die Leute nicht, um Beschwerden loszuwerden, sondern mit Blumen und Glückwünschen. Der Zschortauer Allgemeinmediziner feierte seinen 60. Geburtstag. Zahlreiche Weggefährten ließen es sich nicht nehmen, dabei zu sein.

Seit mehr als einem Vierteljahrhundert hält Schubert die Zschortauer auf den Beinen, kümmert sich um deren Wohlbefinden. Was in 1980er-Jahren mit Mütterberatung sowie Untersuchungen in Betrieben, Kitas und Schulen begann, mündete 1989 in eine Praxis. „Er hat eine Schlüsselrolle hier, ist vertrauter Ansprechpartner für weite Teile der Gemeinde“, würdigte gestern Bürgermeister Steffen Schwalbe (parteilos), der sich in die Schar der Gratulanten reihte. Immerhin rund 10 800 Patienten habe er über die Jahre in die Kartei aufgenommen, resümierte Schubert. Viele davon sind bis heute regelmäßig bei ihm, hinzu kommen immer wieder neue Gesichter, auch aufgrund der neuen Wohngebiete in Zschortau und im benachbarten Biesen.

50, 60 Patienten täglich

„Es ist ein sehr angenehmes Arbeiten“, sagte Schubert – nicht zuletzt mit Blick auf sein Team aus drei ausgebildeten Schwestern, wovon eine, Brigitta Schubert, seine Frau ist. Bei durchschnittlich 50, 60 Patienten am Tag, die zur Konsultation oder wegen Rezepten kommen, ist die eingespielte Zusammenarbeit wichtig. Zugegeben: Auch dem Allgemeinmediziner bereitet manches Schmerzen, insbesondere die Wucherungen in der Bürokratie und der Kostendruck. „Die Budgetierung stört die Beziehung zum Patienten“, erklärte er. Trotzdem: Die Berufung als Landarzt erfülle ihn, auch noch mit 60. Bleibt da Zeit für Hobbys? Durchaus, versicherte der Jubilar, der seine Kindheit in Selben und Delitzsch verbrachte. „Ich bin gerne in der Natur. Wandern, Rad fahren, Musik hören, das macht mir Freude.“ Und die Familie: zwei Kinder, zwei Enkel.

Dafür soll noch mehr Zeit sein, wenn Thomas Schubert die Praxis in ein paar Jahren abgibt. Datum und Nachfolger sind aber noch offen. Die Entscheidung über die Zukunft liegt unter anderem bei Tochter Susanne – die Fachärztin für Innere Medizin könnte übernehmen.

Von Kay Würker

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