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Delitzsch Tiergarten: Großes Durchzählen
Region Delitzsch Tiergarten: Großes Durchzählen
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14:53 19.05.2015
Gemeinsam schauen Julia Gottschlich und Tierpfleger Frank Blümel genau hin, was auf dem Teich so an Tieren schwimmt. Quelle: Christine Jacob

Und so weiter. Schwieriger wird es da schon im Tiergarten Delitzsch. Das Inventurgut bewegt sich, springt und flattert auch mal weg oder taucht einfach ab. "Eine Inventur im Tiergarten ist eine Mischung aus Daten auf Papierbasis und Erhebungen draußen", schildert Tiergartenleiterin Julia Gottschlich. Gerade sind die 31-Jährige und ihr Team fertig mit der Inventur. 276 Tiere in 63 Arten leben jetzt im Tiergarten, was klarer Aufwärtstrend im Vergleich zu den Vorjahren ist, als Tiere abgegeben werden mussten. Neu hinzu kamen 2013 unter anderem eine Zwergbartagame, die Vogelart Lachende Hänse oder auch die Schmuckschildkröte Georgina. Tierpflegerin Brita Preisner steuerte zur Attraktivität des Zoos ihr Aquarium bei.

"Inventur aber findet eigentlich immer statt, jeden Tag", sagt Julia Gottschlich. Viele Säugetiere sind "gechipt" und die Vögel tragen einen Ring um den Fuß. Die darauf verzeichneten Nummern sind mit allen Informationen rund ums jeweilige Tier in einer Art Kartei gespeichert - computerbasiert. Weil in einem Tiergarten ständig Kommen und Gehen herrscht, ist solch eine exakte Dokumentation wichtig. Erst Ende 2013 zum Beispiel wurden vier Zicklein geboren. Gestern holten Julia Gottschlich und Tierpflegerin Karen Schmidt ein neues Stachelschwein, eines der beiden Delitzscher Borstentierchen war im Herbst gestorben. "Unsere Kartei wird fortlaufend aktualisiert", erklärt die Zoochefin. Im Datenprogramm ist auch vermerkt, was sonst noch wichtig ist. Zum Beispiel, dass Alpaka Julchen letzten Sommer mal auf Liebesurlaub war. Gut möglich, dass bei der fortlaufenden Inventur also dieses Jahr noch ein Eintrag zu einem neuen Alpaka gemacht werden darf. Einmal im Jahr ist dann das ganz große Durchzählen angesagt. "Jede Art wird für sich gezählt", so Julia Gottschlich.

Das kann mal ganz fix gehen. So wie bei den Bären. Eins und zwei und fertig. Oder es beschäftigt gleich vier Augen. So wie am Montag Tierpfleger Frank Blümel und die Tiergartenleiterin am Ententeich. Arten wie Brautente, Mandarinente oder auch Rotschulterente gilt es zu unterscheiden. Voll konzentriert ließen die beiden so ihre Augen über den Teich mit seien zehn Entenarten und je Art auch mal vier oder fünf Tieren schweifen. Ansonsten gehört Inventur zum Job des Tiergartenmitarbeiters. "Das passiert schon automatisch, dass geschaut wird, ob alle Tiere da sind. Wenn ich zum Beispiel abends Schließdienst habe, schaue ich auch immer und zähle mit durch", sagt Julia Gottschlich, "das gehört zu unseren täglichen Aufgaben einfach dazu."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 22.01.2014
Christine Jacob

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