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Delitzsch Tiergarten: Reißaus und Stelldichein
Region Delitzsch Tiergarten: Reißaus und Stelldichein
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14:42 19.05.2015
Gut gelaunte Firmenchefs am neuen Gatter: Hartmut Hinkefuß (vorn) und André Helmholtz unterstützen den Delitzscher Tiergarten als Paten von Trampeltierdame Afra und Äffchen Emil. Quelle: Alexander Bley
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Delitzsch

Dennoch konnte sich die Leiterin des tierischen Kleinods am Lober Julia Gottschlich über zwei neue Paten freuen. 30 an der Zahl sind es mittlerweile.

Emil heißt der Übeltäter, der sich selbst mit feinsten Walnüssen und nach bezirzenden Bitten nicht aus der Reserve locken ließ. André Helmholz jedenfalls nahm es locker. Denn der 49-Jährige vom Heko-Schlüsselservice ist fortan der Mäzen des jungen Kapuziner-Äffchens. Und kein Novize beim Fördern, denn vor drei Jahren übernahm der Delitzscher schon einmal die Obhut eines Kletterkünstlers. Der war nicht ganz so scheu, hörte auf den Namen Bari und lebt mittlerweile in einem anderen Tiergarten.

Nun, der undankbare Emil ist noch blutjung, und war schlichtweg etwas verängstigt vom Auflauf vor dem Gehege. Dafür zeigte der Pate Verständnis, der in Zukunft öfter dem Kapuziner-Äffchen auflauern wird. "Ich habe mich für Emil entschieden, weil ich mir den Namen gut merken kann", witzelt Schlossspezialist Helmholz. Das Engagement ist für ihn Ehrensache: "Ganz einfach. Ich arbeite hier, ich lebe hier, also unterstütze ich auch etwas von hier."

So oder so ähnlich sieht es auch Hartmut Hinkefuß, dem die Patenschaft für die betörende Trampeltierdame Afra angetragen wurde. "Vielleicht lag es daran, dass der größte Reparaturstau im Tierpark an der Kamel-Anlage bestand", holt der Chef des gleichnamigen Metallbau-Unternehmens aus. Die Schmiede des Schenkenberger Familienunternehmens, das anno 1736 das erste Mal Eisen aus dem Feuer holte, hat vor kurzem das Areal der Kamele neu eingezäunt. "Und weil es die größten Tiere hier im Tierpark sind", schob er eine weitere Begründung nach. Für all das schienen sich gleich alle drei Kamel-Stuten bei Hinkefuß bedanken zu wollen. So hatte er mit Möhrchen und Brot bewaffnet alle Hände voll zu tun, die Richtige im Blick zu behalten. Neben der Patenschaft spendete der Schmied zusätzlich zwei Futterraufen. So haben sogar die benachbarten Esel noch etwas vom Spektakel.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 07.02.2014
Alexander Bley

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