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Delitzsch Tierheim Delitzsch will weiter kämpfen
Region Delitzsch Tierheim Delitzsch will weiter kämpfen
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00:34 21.01.2016
Noch rund 20 Hunde leben im Tierheim im Ortsteil Laue. Ihre Vermittlung soll weiter gesteigert werden. Quelle: Archiv/Christine Jacob
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Laue

Einfach sind die Zeiten nicht für die Crew im Tierheim Delitzsch im Ortsteil Laue. Als „turbulent“ werten die sieben Frauen im neuen Vorstand des Vereins das Jahr 2015. Nachdem der neue Vorstand den Vertrag mit der Stadt Delitzsch in der Hoffnung auf Neuabschluss zu besseren Konditionen gekündigt hat, schrieb die Kommune – so dann auch Wiedemar – neu aus. Statt des gewünschten neuen Vertrags kam es zum Bruch. Nun fehlen stattliche Einnahmen, rund 30 000 Euro. Doch die sieben Frauen im Vorstand des Tierschutzvereins kämpfen weiter. Spendenmarathon, Info-Stände, verstärkte Öffentlichkeitsarbeit sollen auf Kurs bringen beziehungsweise diesen halten.

„1000 mal 50 Euro“ lautet die Devise für den Spendenmarathon. Wobei natürlich nicht nur 50-Euro-Spenden willkommen sind – jede Summe hilft. Zeit ist bis Jahresende. Mit einer Dankeschönveranstaltung sollen die Unterstützer dann geehrt werden. Neben Veranstaltungen wie einem Tag der offenen Tür und diversen Festen – wie es sie mitunter auch in der Vergangenheit unter anderer Führung gab - sind weitere Öffentlichkeitsoffensiven geplant. Die Tierheim-Crew will mit Info-Ständen, zum Beispiel bei Dorf- und anderen Festen, Flagge zeigen und die eigene Arbeit vorstellen. Die kann sich schließlich sehen lassen. Die Öffnungszeiten wurden erhöht, um die Vermittlung von Tieren zu steigern. Der Tierbestand wurde verringert, etliche Vierbeiner konnten vermittelt werden. Der Verein spricht von einer Halbierung. Waren es früher mehr als 40 Hunde, sind jetzt noch 21 da – bei den Katzen ging es von mehr als 130 auf rund 70 zurück. Durch die Kooperation mit anderen Vereinen sei die Arbeit und Vermittlung verbessert geworden. Dagegen wird die Kooperation mit dem Verein ProDogRomania, mit der Hunde aus Osteuropa nach Laue gebracht werden, von vielen kritisch beäugt. Der Verein hält dagegen, auch dies sei Tierschutz. Zudem habe die eigene Facebook-Seite geholfen, eine neue Webseite für das Tierheim ist in Arbeit.

Klares Ziel bleibt die Aufrechterhaltung des Tierschutzvereins und damit die des Heims. Die Gemeinden Krostitz, Schönwölkau und Löbnitz sind vorerst weiter dabei, allerdings weiterhin zu 1,02 Euro pro Einwohner und Jahr, als Entlohnung für die Aufnahme von Fundtieren – und nicht für die gewünschten 1,30 Euro.

Von Christine Jacob

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