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Delitzsch Tierheim in Laue nimmt künftig wieder Fundtiere aus Delitzsch auf
Region Delitzsch Tierheim in Laue nimmt künftig wieder Fundtiere aus Delitzsch auf
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00:18 04.06.2017
Zumindest das Spendenaufkommen bleibt hoch. Die Bauarbeiten für die Fundtiere müssen noch starten. Quelle: Christine Jacob
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Laue

Ein paar Holzpaletten und Bau-Utensilien in einem noch recht dunklen Raum, diverse Bestellformulare und Unterrichtsmaterial. Viel mehr als das zeugt noch nicht davon, dass das Tierheim im Ortsteil Laue in genau einem Monat nicht nur auch wieder Delitzscher Fundtiere, sondern damit auch ungefährliche Exoten aufnehmen wird. „Baulich muss noch einiges passieren“, weiß Simone Ewald, die Chefin des Tierschutzvereins.

Mitarbeiter besuchen Kurse

Die Lösungen sind zwar finanziell große Belastungen, aber nicht mal die ganze Arbeit. Es waren und sind erst noch Kurse zu besuchen, die Simone Ewald und Kollegen mit den entsprechenden Zertifikaten für nicht gefährliche Exoten auszeichnen. „Wir mussten auch erst einige Dinge lernen“, schildert die Tierschutz-Chefin. Eine Wasserschildkröte sollte man zum Beispiel zunächst auf ein feuchtes Handtuch und nicht einfach in irgendeine Wasserpfütze setzen. Und einfach so eine Bartagame, ein Chinchilla oder ein Degu aufnehmen, kann man im von Vorschriften und Normen geprägten deutschen Tierschutzwesen ohnehin nicht. Erst die Theorie, dann die Praxis: „Ende Juni absolvieren wir noch einen Kurs“, blickt Simone Ewald voraus. Per Punktlandung sind dann alle Zeugnisse da, bevor eventuell das erste exotische Fundtier abgegeben wird. „Fest steht, dass wir definitiv keine Exoten aufnehmen werden“, stellt Simone Ewald klar. Das Tierheim ist auch unter neuen Vertragsbedingungen nicht dafür zuständig, ein Chamäleon oder Ähnliches zu versorgen, weil jemand es nicht mehr haben will. Es geht allein um jene Tiere, die am Straßenrand und in Wald und Flur gefunden werden.

Spendenaufruf funktioniert

Der Spendenaufruf Anfang des Jahres hat Wirkung gezeigt, das Team ist zuversichtlich bis 1. Juli die erforderlichen 10 000 Euro zu sammeln – die magische Grenze ist bald erreicht. „Die Leute unterstützen uns sehr“, freut sich Ewald. Gebaut werden soll nun ab den nächsten Tagen eine beheizte Quarantäne. In den bestellten Terrarien können ungefährliche Schlangen unterkommen, in diversen Boxen andere Exoten. Der schon vorhandene Teich auf dem Tierheimgelände wird speziell für Wasserschildkröten genutzt. Zudem zeichnet das Tierheim ab dem 1. Juli auch wieder für die Aufnahme von Hund, Katze und Co. verantwortlich. Der Vertrag, der vorerst fünf Jahre gilt, weist eine Pauschale von 0,89 Euro pro Delitzscher Einwohner und Jahr als Zahlung an den Verein aus.

Von Christine Jacob

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