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Delitzsch Trabifans tuckern am 21. Mai massenhaft nach Podelwitz
Region Delitzsch Trabifans tuckern am 21. Mai massenhaft nach Podelwitz
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10:00 16.05.2016
Rüdiger Nicolai (links) und Roland Ebert erwarten Hunderte Gäste auf der Festwiese und im DDR-Museum. Quelle: Christine Jacob
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Podelwitz

Wie viele werden es dieses Jahr wohl sein? Diese Frage treibt Rüdiger Nicolai von den Zschortauer Trabifreunden und DDR-Museologe Roland Ebert gerade um. Alle guten Dinge sind 13, zum 13. Trabanttreffen laden die beiden Ostalgiker vom 20. bis 22. Mai ein. Höhepunkt ist wie immer der Samstag, dann warten auch noch Flohmarkt, Händler-Stände, Musik, Verlosung einer Simson S 53, Wahl des schönsten Trabis und das DDR-Museum von Roland Ebert öffnet seine Pforten.

Irgendwann bei 12 000 Exponaten hat der aufgehört zu zählen. Zahlen beschäftigen die Organisatoren an anderer Stelle: „Es kommen mehr als 250 Trabis“, wettet Nicolai. „Unter 250“, hält Ebert lachend dagegen. Der bald 65-Jährige und der 52 Jahre alte Kumpel Nicolai kennen sich seit Jahrzehnten und sind sich in solchen Fragen seit Jahren uneins. So oder so: Es wird blau-dunstig qualmen, es wird tuckern, es wird Spaß machen. „Die ersten werden schon am Donnerstag anreisen, sich ihre Plätze sichern“, kennt Rüdiger Nicolai seine Pappe(n)heimer bestens.

Dieses Schmuckstück soll verlost werden – eine Simson S53. Quelle: privat

Das Trabanttreffen in Podelwitz ist längst Kult und eines der ersten in der Saison – die meisten Trabifreunde sind mit Saisonkennzeichen in der schönen Jahreszeit unterwegs. Früher gingen sie selbst zu Trabanttreffen, dann haben sie selbst eins auf- und ausgebaut. Kamen zum ersten noch 67 Autos, waren es im vergangen Jahr dann schon 250, um die sich auch dieses Jahr die traditionelle Wette der Organisatoren dreht. Längst ist der Kult zu zweit nicht mehr zu stemmen, ein Team von gut 15 Leuten kümmert sich ums Treffen. Alles geschieht im privaten Engagement. Der Lohn ist unbezahlbar: „Es sind richtige Freundschaften entstanden“, sagt Rüdiger Nicolai. Helle Wiedersehensfreude herrscht auf der Festwiese, Ost und West sind zusammengewachsen. Die Gäste kommen teilweise sogar aus den Niederlanden oder Ungarn, nur um im Nordsächsischen über die Rennpappe zu philosophieren und sich dem Genuss zwischen schlüpferblauer Pappe und dem Zwei-Takt hinzugeben.

Von Christine Jacob

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