Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Delitzsch Trotz Dürresommer – Regengebühr wird kassiert
Region Delitzsch Trotz Dürresommer – Regengebühr wird kassiert
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:24 05.12.2018
Der Dürresommer suchte auch Nordsachsen heim – hier die ausgetrocknete Alte Elbe bei Döbern.Archiv
Nordsachsen/Delitzsch

Im Sommer herrschte monatelang Dürre, doch die Niederschlagswassergebühren müssen trotzdem gezahlt werden. Das empfand der Delitzscher Uwe Mokroß als wenig fair. Er wandte sich nun an den Abwasserzweckverband Delitzsch, forderte eine Rückerstattung der vorausgezahlten Gebühren – und leitete seine Anfrage auch gleich noch an unsere Zeitung weiter und machte sie so öffentlich. Man könne doch an der Hand abzählen, wann über sein Dach Regenwasser in das Kanalsystem geflossen ist, so Uwe Mokroß. Die Niederschlagswassergebühr sollte somit „anteilmäßig für die regenarmen Monate zurückerstattet“ werden.

Kanalnetz muss immer da sein.

Beim Abwasserzweckverband sieht man das anders. Das Netz muss zur Verfügung gestellt werden, die Kosten sind also so oder so vorhanden, ob nun viel oder wenig Regen fällt, argumentierte der Technische Leiter Andreas Brauer. Die Betriebskosten dieser Anlagen seien in trockenen Zeiten mitunter sogar höher als wenn im „normalen“ Maße Regen fällt. Ein ordentlicher Regenguss würde das Leitungsnetz spülen, teilweise müsse das bei Trockenheit vom Abwasserzweckverband künstlich gemacht werden, sobald sich Bürger über Gerüche beschweren, wenn die Leitungen in so einem heißen Sommer wie dem vergangenen trockenfallen.

Meteorologen liefern Daten

Die Regenmengen, die das Kanalnetz fassen muss, werden auf Basis der Daten berechnet, die der Deutsche Wetterdienst für den Standort Delitzsch zur Verfügung stellt. Konkret gehen die Meteorologen von durchschnittlich 549 Millimeter Regen im Jahr aus, erläuterte Andreas Brauer. „Auf Basis dessen, was an Regen runterkommen kann, dimensioniert der Abwasserzweckverband die Kanalnetze – mitunter können allein die Materialkosten bei anderthalb tausend Euro pro Meter liegen, was in die Kalkulation des Verbandes einfließen muss.“

Übrigens: Die Niederschlagsgebühren werden – wenn auch gänzlich unabhängig von der Niederschlagsmenge im vergangenen Sommer – ab 2019 von aktuell 0,92 Euro pro Quadratmeter auf 0,88 Euro pro Quadratmeter gebührenrelevanter Fläche verringert. Berechnet werden sie nach bebauter und befestigter Grundstücksfläche, von der ins Netz abgeleitet werden kann.

Von cj/ks

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Mit dem Leuchten-Eck an der Bitterfelder Straße schließt ein Delitzscher Traditionsgeschäft. Inhaberin Elvira Philipp geht in den Ruhestand und wird das Haus verkaufen. Auch Fahrrad-Baron nebenan räumt sein Geschäft.

05.12.2018

An der Sankt-Martin-Grundschule pro Montessori in Zwochau herrscht seit geraumer Zeit ein Streit zwischen einer Elterninitiative und dem Vorstand des Trägervereins. Jetzt hat das Evangelische Kirchspiel seinen Austritt aus dem Vorstand erklärt.

05.12.2018

Zu einem nächtlichen Brand ist es im Delitzscher Ortsteil Laue gekommen. Gegen 3.15 Uhr am Mittwoch brach das Feuer in einem Einfamilienhaus aus. Die Bewohner konnten in Sicherheit gebracht werden.

05.12.2018