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Delitzsch U18-Wahl soll künftig fester Bestandteil in Delitzsch werden
Region Delitzsch U18-Wahl soll künftig fester Bestandteil in Delitzsch werden
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12:51 19.09.2017
Im Berufsschulzentrum Delitzsch kam die U18 Wahl gut an. Auch die Bereitschaft als Wahlhelfer, wie hier Sasha (links) und Vincent (beide 17), tätig zu werden war hoch. Quelle: Wolfgang Sens
Delitzsch

Die U18-Wahl, bei der Jugendliche im Vorfeld der Bundestagswahl wählen können, soll fester Bestandteil in Delitzsch werden. Das Fazit fällt sowohl bei den Organisatoren als auch in den teilnehmenden Schulen positiv aus. Die U18-Wahl fand dieses Jahr zum ersten Mal in Delitzsch statt. Das Ziel der bundesweiten Initiative, auf etwas andere Weise ein Angebot für die politische Bildung zu unterbreiten, sei erreicht worden, sagt Olaf Quinque, Leiter des Delitzscher Jugendhauses Yoz.

So wählten die Delitzscher

536 Delitzscher Schüler beteiligten sich an der Wahl. 21,5 Prozent von ihnen wählten die CDU als stärkste Kraft. Die SPD brachte es auf 17,55 Prozent. Knapp dahinter landete mit 17,16 Prozent die AfD. Grüne (11,44 Prozent) und Linke (8,09 Prozent) folgen auf Platz fünf und sechs. In Nordsachsen insgesamt war das Wahlverhalten ähnlich. Allerdings schaffte die AfD dort mit 18,01 Prozent hinter der CDU (24,8 Prozent) das zweitbeste Ergebnis vor der SPD (17,36 Prozent). Bundesweit landete die AfD mit 6,8 Prozent auf Platz fünf bei der U18-Wahl.

Ehrenberg-Gymnasium fehlte

„Vorurteilsfrei wurden Schüler an die Wahlprogramme der Parteien herangeführt“, sagt Quinque. Auffällig sei gewesen, dass dort, wo im Vorfeld intensiv mit den Schüler gearbeitet worden ist, auch der Zuspruch für die Wahl größer ist. Als Beispiel nennt Schulsozialarbeiter René Jähne vom Berufschulzentrum das Wirtschaftsgymnasium. „Insgesamt haben wir gute Erfahrungen mit den Schulen gemacht, worauf beim nächsten Mal aufgebaut werden sollte“, so Quinque. Bezahlt habe sich gemacht, dass an den Schulen Sozialarbeiter tätig sind. „Vielleicht gelingt es beim nächsten Mal auch, das Ehrenberg-Gymnasium mit einzubinden“, wünscht er sich. Als schade bezeichnet er, dass das geplante Wahlforum an der Becker-Oberschule nicht zustande kam. Auch in Eilenburg und Bad Düben gab es U18-Wahlen.

Von Thomas Steingen

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