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Delitzsch US-Militärhubschrauber bleibt mehrere Tage auf Feld bei Delitzsch
Region Delitzsch US-Militärhubschrauber bleibt mehrere Tage auf Feld bei Delitzsch
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16:26 06.06.2018
Die Oberstabsgefreiten Ronny Köditz (rechts) und Philipp Beiler bewachen mit ihren Kameraden den Hubschrauber rund um die Uhr. Quelle: Wolfgang Sens
Delitzsch/Katterbach

Der am Montagmittag in einem Rapsfeld bei Beerendorf nahe Delitzsch notgelandete US-Transporthubschrauber sorgt weiterhin für Aufsehen. Neben Medienvertretern nutzen derzeit einige Delitzscher die Gelegenheit, um sich das Kriegsgerät der US-Armee anzuschauen. Bewacht wird der CH-47-Helikopter „Chinook“ von der Reservisteneinheit der Regionalen Sicherungs- und Unterstützungskompanie Sachsen (RSU-Kompanie).

US-Militärhelikopter „Chinook“ notgelandet

Notlandung nach Getriebeschaden

Wie Michael Huth, Presseoffizier der US-Streitkräfte in Europa am Hauptstützpunkt in Wiesbaden, auf Nachfrage erklärt, sei ein Getriebeschaden für die Notlandung verantwortlich gewesen. Am Vortag hatte Pilot Tucker Sulzberger den Chinook um 12.45 Uhr sicher zu Boden gebracht. Die Besatzung blieb unverletzt. „Die Öltemperatur wurde immer höher und kühlte sich nicht ab“, erklärt der Texaner der LVZ kurz nach der Landung. „Für diesen Fall gibt es ein Notfallprotokoll, das besagt, so schnell wie möglich zu landen.“

Gestartet waren die Amerikaner auf dem Militärflughafen im bayrischen Katterbach (bei Nürnberg), um an dem Nato-Manöver „Saber Strike“ in Ost-Polen teilzunehmen, so US-Presseoffizier Huth. Der Defekt am Heli soll nun vor Ort repariert werden. Im Laufe des Dienstags wurde daher ein weiterer Helikopter des gleichen Typs in Delitzsch erwartet, um den geladenen Geländewagen aufzunehmen. Dieser landete am späten Nachmittag. Huth rechnet damit, dass der Einbau drei bis fünf Tage in Anspruch nimmt.

Schaulustige vor Ort

Derzeit nutzen einige Delitzscher wie Elke Richter und ihr Ehemann Bernd die Gelegenheit, um sich vor Ort selbst ein Bild zu machen: „Wir hatten privat hier zu tun, und da mein Mann technisch interessiert ist, wollten wir es uns von nahem anschauen“, sagt die Rentnerin. Dass weiterhin Leute vor Ort kommen, sei kein Problem, erklärt RSU-Oberfeldwebel Romanik Dziedzic gegenüber der LVZ: „Es sind auch Fotos von außerhalb der Absperrung in Ordnung.“ Nur der Feldweg (Beerendorfer Anger) in Richtung Beerendorf-Ost werde für PKW gesperrt. Personen könnten aber weiterhin zu Fuß in die Nähe des Helikopters gelangen.

Elke und Bernd Richter aus Delitzsch machten sich vor Ort selbst ein Bild. Quelle: Wolfgang Sens

Feldjäger sichern den Standort

Die Amerikaner hatten am Montag gegen 16 Uhr die Notlandestelle verlassen. Ab diesem Zeitpunkt übernahmen Kräfte der Feldjäger aus Leipzig und der Unteroffiziersschule des Heeres in Delitzsch die Bewachung. Seit 8 Uhr am Dienstagmorgen ist nun eine achtköpfige RSU-Kompanie, bewaffnet mit G36-Gewehren, vor Ort und verbleibt dort rund um die Uhr, bis die Reparatur abgeschlossen ist.

Die LVZ bleibt dran.

Von Mathias Schönknecht

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