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Delitzsch US-Transporthubschrauber wartet bei Delitzsch auf Ersatzgetriebe
Region Delitzsch US-Transporthubschrauber wartet bei Delitzsch auf Ersatzgetriebe
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16:26 06.06.2018
Die Besatzung des am Montag bei Delitzsch gestrandeten US-Militärhubschraubers wartet noch auf Ersatzteile. Quelle: Wolfgang Sens
Delitzsch

Tag zwei nach der Notlandung des US-Transporthubschraubers CH-47 Chinook: Unverändert pilgern zahlreiche Delitzscher zu dem Rapsfeld bei Beerendorf. Etwa 25 Schaulustige hatten sich allein am Mittwochmittag auf der Teichstraße des Delitzscher Ortsteils eingefunden.

Notlandung auf dem Weg zum Nato-Manöver „Saber Strike“

Beschwerden oder Behinderungen gibt es laut Klaus Kabelitz durch den Menschenauflauf in Beerendorf keine. Wie der Leiter des Polizeireviers Delitzsch erklärt, seien seine Kräfte ohnehin nur für den Verkehrsfluss zuständig. Dahingehend gebe es bisher nichts. Die Absicherung des US-Kriegsgeräts liege im Aufgabenbereich der Bundeswehr.

Helikopter könnte zum US-Standort Katterbach zurückfliegen

Diese ist mit zwei Gruppen der Reservisteneinheit der Regionalen Sicherungs- und Unterstützungskompanie Sachsen (RSU-Kompanie) vor Ort und wird dort bis zum Abschluss der Reparaturarbeiten bleiben.

Wie Chief Warrant Officer Roy Tyson gegenüber der LVZ erklärt, warte seine Mannschaft derzeit auf das Ersatzteil, das mit einem Tieflader von der Kaserne in Katterbach geliefert werde. Von dort war der US-Heli am Montag in einem Geschwader gestartet. Sobald dieses Teil eingebaut ist, fliegt Roy mit seinem Team zum Flughafen Leipzig, um nachzutanken. Erst dort werde entschieden, ob der Helikopter zu seinem ursprünglichen Ziel – dem Nato-Manöver „Saber Strike 18“ – nach Polen fliegt oder in die US-Kaserne nahe Nürnberg zurückkehrt. Die ursprüngliche Besatzung um Tucker Sulzberg war am Montagnachmittag abgereist, nachdem der geladene Humvee-Geländewagen in einen zweiten CH-47 umgeladen wurde.

US-Armee kommt für Schaden im Feld auf

„Wir haben in der vergangenen Nacht alle notwendigen Teile ausgebaut“, erklärt der US-Offizier. Bei dem Defekt handele es sich um das Getriebe, erklärt Roy. „Aber ausbauen geht immer schneller als einbauen.“ Sobald das Ersatzgetriebe vor Ort ist, dauere der Einbau etwa drei bis vier Tage, konkretisiert Michael Huth, Sprecher der US-Streitkräfte in Europa. Für die entstandenen Schäden im Feld komme die US-Armee auf. Dies werde gehandhabt wie eine Beschädigung während einer Übung, so Huth.

In seinen 20 Dienstjahren als Polizist in Delitzsch und Eilenburg habe Kabelitz zwar einige Notlandungen erlebt, aber keine in dieser Größenordnung. „Hier ist alles gut gegangen“ sagt der Revierleiter, “und das ist auch gut so.“

Von Mathias Schönknecht

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