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Delitzsch USH umgegliedert, erweitert und zum Teil neu aufgestellt
Region Delitzsch USH umgegliedert, erweitert und zum Teil neu aufgestellt
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19:20 23.07.2010
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. Er bildete offiziell den Abschluss einer „gewaltigen Umstrukturierung der Unteroffizierschule des Heeres (USH)", betonte der Kommandeur der USH, Oberst Herbert Schmidtmeier. in seiner Rede an die Gäste. Er wertete zudem das zahlreiche Erscheinen zum feierlichen Anlass trotz der Urlaubszeit als freundschaftliche Verbundenheit mit den Soldaten. Dass das Zeremoniell ohne Musikkorps auskommen musste, minderte die Bedeutung dieses Tages keineswegs.

Wie bereits berichtet, geht die Verlegung der Lehrgruppe C von Weiden nach Delitzsch auf einen Beschluss zur Stationierungsplanung der Bundeswehr vom November 2004 und auf einen Ministerbefehl vom April 2005 zurück. Danach sollte sich die Schule künftig auf zwei Standorte konzentrieren. „Die Ostmark-Kaserne in Weiden wird dennoch für die Dauer von zwei Jahren eine vierte Lehrgruppe aufnehmen", erklärte Schmidtmeier. Als Grund nannte er unter anderem die Umstellung in der Ausbildung der Unteroffiziere. Sie wird künftig durch eine zeitliche Zusammenlegung der Ausbildungsmodule verbessert, hieß es. Es wird künftig möglich sein, am Standort Delitzsch in einem Jahr in 54 militärischen Hörsälen und 45 Sprachklassen etwa 4600 Feldwebelanwärter und 1500 Berufsunteroffiziere im Dienstgrad Hauptfeldwebel bis Oberstabsfeldwebel in Lehrgängen von zwei bis 20 Wochen auszubilden. „Das heißt am Tag werden 980 Lehrgangsteilnehmer und 290 Stammsoldaten in der Kaserne Dienst leisten", war aus der Kommandeursrede zu erfahren. Ebenso zu hören war die Tatsache, dass „Tod und Verwundung sowie das Töten zu einer Realität für die Soldaten der Bundeswehr geworden ist". Schmidtmeier erinnerte in dem Zusammenhang an Major Radloff, Inspektionschef in der Lehrgruppe C. Er fiel am 15. April nahe Baghlan in Afghanistan.

Als eine neue Qualität der partnerschaftlichen Zusammenarbeit stellte Delitzschs Oberbürgermeister Manfred Wilde (parteilos) den derzeit erreichten Stand dar. „Diese hat es so in der Geschichte der Garnisonsstadt noch nicht gegeben", sagte Wilde. Künftig soll jedem Angehörigen des Stammpersonals, jedem Lehrgangsteilnehmer und zivilen Mitarbeiter ein Informationspaket übergeben werden. Enthalten ist darin ein Stadtführer, eine Broschüre mit Freizeiteinrichtungen der Region, aber auch „ein kleiner Kompass, damit die Soldaten den Weg in die Stadt finden und sich im altstädtischen Einbahnstraßensystem nicht verirren", erläuterte der Oberbürgermeister. Nach dem Appell übergab er das erste von insgesamt 4000 Paketen stellvertretend an Oberstleutnant Wolfgang Färber. Der Kommandeur der Lehrgruppe C bezieht am 1. August in Delitzsch eine Wohnung.

Die über 1000 Gäste, Uniformierte und Zivilisten, genossen das Sommerfest trotz des kurzen Regenschauers bis kurz vor Mitternacht und nutzten die Gelegenheit zum gegenseitigen Kennenlernen.

Ditmar Wohlgemuth

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