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Delitzsch Über den Ernst des Lebens reden
Region Delitzsch Über den Ernst des Lebens reden
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14:52 19.05.2015
Premiere: Grundschulleiterinnen, Kita-Leiterinnen und Erzieherinnen aus Delitzscher Einrichtungen reden erstmals miteinander. Quelle: Ditmar Wohlgemuth

Ob er in jedem Fall die gewünschte Wirkung hat, darf hinterfragt werden. Mit welchen Konzepten Kindereinrichtungen und Grundschule diesen Übergang gestalten, darüber tauschten sich kürzlich Vertreter von Delitzscher Kindertagesstätten und Grundschulen aus. Eingeladen hatte die Delitzscher Stadtverwaltung, unterstützt vom Jugendamt des Landkreises. Die promovierte Leipziger Pädagogin Gabriele Binroth moderierte die Runde. Die erfahrene Dozentin für die Aus- und Weiterbildung von pädagogischen Fachkräften freute sich auf die Premiere und griff auf, was diese Zeitung im Vorfeld postulierte: "Einfach mal reden" - und das in einer Runde, die es in dieser Form bislang noch nicht gab. "Die Idee zu diesem Treffen entstand, weil es bereits Kooperationsgespräche zwischen zwei Kitas und einer Grundschule gab", erklärte Oliver Genzel, Leiter des städtischen Schulverwaltungsamtes. In großer Runde wollte man sich vor allem kennenlernen und dann austauschen, mit welchen Konzepten die städtischen Einrichtungen den Übergang von der Kita in die Grundschule gestalten. "So unterschiedlich die Einrichtungen, so vielfältig waren auch die Programme, so unterschiedlich auch die Erfahrungen in der Umsetzung", so Amtsleiter Genzel. Er war der einzige Mann in der von den Frauen dominierten Veranstaltung.

Jeder kam zur Wort, Schulleiterin wie Kita-Chefin konnte darlegen, wie sie den Übergang derzeit gestalten, worauf sie besonders Wert legen und was optimiert werden müsste. Sylke Brendel, Schulleiterin Grundschule am Rosenweg, warnte allerdings davor, "Gutes jetzt schlecht zu reden". Seit Jahren werde der Prozess des Überganges erfolgreich vollzogen, "es funktioniert". Allerdings sollten Eltern mehr in die Verantwortung genommen, aktiver beteiligt werden. Dem stimmten nahezu alle Teilnehmer zu. Zu vieles habe man den Eltern bislang abgenommen. Gabriele Binroth räumte jedoch ein, dass auch die Eltern verunsichert seien, "sie wollen es richtig machen, wissen aber meist nicht wie". Die Eltern müssten fitgemacht werden, um wieder Verantwortung übernehmen zu können. Dem entgegen stehe wiederum, das viele Eltern "sehr dominant auftreten", kaum Hinweise aufnehmen. Gute Erfahrungen mit Elternseminaren hat die Diesterweg-Grundschule gesammelt. Angela Wegner, stellvertretende Schulleiterin, berichtete, dass Eltern in den Seminaren selbst erlebten, was auf die Kinder im Schulalltag einströmt. "Viele haben das einfach vergessen, stellen aber enorme Anforderungen an ihre Kinder." In der Kita Sonnenland geht man die Vorbereitung auf die Schule so zeitig wie möglich an. Frühe Elternabende mit den Kooperationsschulen kämen sehr gut an. In der Grundschule Delitzsch-Ost konnten Vorschulkinder gemeinsam mit den Schülern den Hort besuchen. Diese Integration nehme den Schulanfängern Ängste. "Wichtig ist, die Transparenz", so Genzel. Während Grundschullehrer vielfach in den Kitas seien, wünsche er sich das auch umgekehrt. Erzieherinnen sollten mehr wissen, was in der Grundschule geschieht.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 16.09.2014
Wohlgemuth, Ditmar

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