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Übergabe an den neuen Chef

Übergabe an den neuen Chef

Tausende Besucher strömten am vergangenen Wochenende in Richtung Schadebachteich, um das jährliche Abfischen live und mit all dem Drum und Dran mitzuerleben. Bereits kurz nach neun Uhr füllten sich die Parkplätze in Windeseile und der Besucherstrom riss bis weit in den Nachmittag kaum ab.

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Tausende Besucher strömten in Richtung Schadebachteich, um das jährliche Abfischen live und mit all dem Drum und Dran mitzuerleben.

Quelle: Alexander Prautzsch

Lindenhayn/Reibitz. Zum 20. und in diesem Jahr zum letzten Mal unter der Regie von Hubert Hentsch fand das Abfischen statt.

Der 72-jährige Fischer erinnert sich an den Weg bis zum Jubiläum: „Im Jahr 1969 habe ich zum Facharbeiter für Fischereiwirtschaft umgeschult. Dann bin ich Anfang der 1970er-Jahre nach Reibitz gekommen und habe hier in diesem Beruf gearbeitet. Nach der Wendezeit, im Jahr 1992, haben wir die Fischerei übernommen." Die Organisation vom sich anschließenden Bauernmarkt oblag bisher seiner Ehefrau Christiane Hentsch, die auch sonst ihren Mann in all den Jahren tatkräftig unterstützte. Jetzt aber sei es Zeit, die Aufgaben zu übertragen. Schnell wird klar, dass der Chefwechsel gut überlegt und der Neue sorgfältig ausgewählt wurde. Im nächsten Jahr wird es zur Übergabe der Fischerei Reibitz an Marcel Reinhardt kommen. Dieser gehört schon seit Langem zum eingespielten Team nicht nur rund ums Abfischen. Der gelernte Fischwirt hatte erst kürzlich seine Studium zum Fischwirtschaftmeister erfolgreich abgeschlossen. Dies weiß auch die erfahrene Fischersgattin zu schätzen: „Wir haben hier einen sehr fleißigen und gut qualifizierten jungen Mann gefunden, der diese Aufgabe weiterführen kann und dem wir gern als Pächter unseres Teiches und der Fischerei sehen."

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Lindenhayn/Reibitz. Tausende Besucher strömten am vergangenen Wochenende in Richtung Schadebachteich, um das jährliche Abfischen live und mit all dem Drum und Dran mitzuerleben.

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Wenn der 30-Jährige im nächsten Jahr auch die Geschicke des 21. Fischerfestes in die Hand nimmt, wird es wohl ähnlich weitergehen. Und natürlich hofft auch Marcel Reinhardt auf die Unterstützung des erfahrenen Fischerpaares. Dieses hatte auch wieder in diesem Jahr alle Hände voll zu tun. Während sich Hubert Hentsch kümmern muss, dass Karpfen Schleie, Wels und Hecht das Abfischen und Umsetzten in die Helterbecken zügig und heil hinter sich bringen, sorgt seine Christiane für den reibungslosen Ablauf auf dem Markt. An zwölf Fischerei-Imbissständen stehen die Besucher Schlange, um sich von den sächsischen Fischspezialitäten wie Backfisch, Fischbrötchen, Bratforelle und der begehrten Fischsuppe verwöhnen zu lassen. Auch hier kann sie sich, ebenso wie ihr Mann, auf ein eingespieltes Helferteam aus Familie und Freunden verlassen.

Als jährliches Ritual bezeichnen Christoph Martinek und Anika Schön mit ihrem Sohn Ben den Besuch am Schadebachteich. „Wir kommen aus Delitzsch regelmäßig her, um Fisch zu essen und das Verladen der Karpfen zu beobachten. Erst fangen wir klein mit Fischbrötchen an, dann wird vom Backfisch bis hin zur Fischsuppe alles ausprobiert."

Am Frischfischstand verkauft der zukünftige Pächter Marcel Reinhardt derweil einen Achtpfünder aus dem Helterbecken an Werner Krampitz und seine Lebensgefährtin. „Wir sind extra aus Leipzig gekommen. Der Karpfen wird im Gemüsebett mit Wurzelwerk, Zitrone und Butter angerichtet und mit der gesamten Familie verspeist." Das Abfischen war Besuchermagnet: Wo man auch hinsah, saßen und standen Menschen. Warteten geduldig, bis sie an der Reihe waren. Schlenderten an den Ständen der Direktvermarkter entlang und genossen das gut organisierte Herbstfest nebst milder Temperaturen.

Anke Herold

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