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Ufer des Seelhausener Sees wird gesichert

Ufer des Seelhausener Sees wird gesichert


Löbnitz. Still ruht der See? Beim Seelhausener See in Löbnitz ist das zumindest am künftigen Strand Dreihausen anders.

. Auch wenn an offizielles Baden noch lange nicht zu denken ist. „Derzeit kann ich jedenfalls nicht sagen, wann der See aus der Bergaufsicht entlassen wird", so Karin Franke, Pressesprecherin der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV).

Investiert wird derzeit trotzdem und das nicht zu knapp. Fast 800 000 Euro lässt sich die LMBV die Sanierung der noch vom Hochwasser 2002 herrührenden Abbrüche und Kliffbildungen am Nordufer des Seelhausener Sees kosten. Inbegriffen ist auch die Begrünung des rund anderthalb Kilometer langen Abschnittes und die anschließende zweijährige Pflege der Sträuche und Bäume.

Seit August ist die Bitterfelder Firma Ecosoil Ost GmbH zwischen Löbnitz und Pouch vor Ort, hat Baustraßen eingerichtet, die ersten Profilierungsarbeiten in Angriff genommen. Bis zum Ende des Jahres sollen die Erdarbeiten abgeschlossen sein, war vor Ort zu erfahren. Die Begrünung mit Bäumen und Sträuchern erfolgt dann bis in den April nächsten Jahres hinein.

Begonnen haben die Arbeiten im Bereich des künftigen Strandes Dreihausen, der direkt an der Grenze zu Sachsen-Anhalt liegt. In diesen Tagen wird eine vorübergehend befestigte Lagerfläche geschaffen, auf der Kies und Wasserbausteine gelagert werden können. Ein Bagger bringt das Strandufer in Form. Ein insgesamt rund 200 Meter langer und etwa 20 Meter breiter Sandstrand wird dort entstehen, wo sich heute noch Baustraßen durch das Gelände ziehen.

Damit der feinkörnige Sand mit Ostseefeeling nicht bei stürmischer See davonspült, wird er in Richtung Wasser von einem 17 bis 28 Meter breiten Streifen mit gröberer Sandkörnung geschützt. Von diesem wird nach dem noch geplanten Anstieg des Sees um rund 60 Zentimeter, anders als von den ebenfalls Schutz bietenden Holzbuhnen, nichts zu sehen sein.

Nach und nach arbeiten sich die Bitterfelder anschließend einen reichlichen Kilometer in Richtung Löbnitz vor. Das Ufer soll hier mit einer rund 13 Meter breiten Steinschüttung gesichert werden. Die größeren Wasserbausteine verhindern die Abrasion, wobei das aus dem Lateinischen kommende Wort mit Abkratzung übersetzt werden kann. Die Wasserbausteine sollen jedenfalls eine Abtragung des Ufers durch Brandungswellen auch langfristig verhindern. Lediglich einige kleinere Buchten, in denen bereits Schilf und andere Flachwasserpflanzen gedeihen, werden ausgenommen.

Ilka Fischer

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