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Delitzsch Um Delitzsch wachsen wieder Landbibliotheken
Region Delitzsch Um Delitzsch wachsen wieder Landbibliotheken
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00:19 11.08.2017
Eva Teppke kümmert sich um die neueste Bibliothek in Döbernitz. Als Konkurrenz zur Stadtbibliothek verstehen sich die Einrichtungen nicht, eher als Ergänzung. Quelle: Alexander Prautzsch
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Döbernitz/Schenkenberg/Zaasch

Lesen bildet ... Gemeinschaften. Und Lesen verbindet. Dreh- und Angelpunkt sind Bibliotheken. Seit dem Wochenende hat der Delitzscher Ortsteil Döbernitz im Bahnweg 10 seine eigene Bibliothek, ehrenamtlich und mit Spenden betrieben.

„Das ist keinesfalls als Konkurrenz zur Stadtbibliothek gedacht“, erklärt die Macherin Eva Teppke vom Heimatverein. Gerade älteren Leuten könne der lange Weg in die Stadt erspart werden, argumentiert die 23-jährige Bibliothekarin, die aktuell diese Fachrichtung auch studiert. Zudem soll die Bibliothek ein weiterer Anlaufpunkt sein, sich auszutauschen und Leben ins Dorf zu bringen. Knapp 500 Bücher sind vorhanden, ausgeliehen werden kann nun einmal monatlich samstags gebührenfrei. Die nächsten Termine sind der 26. August, 30. September und 28. Oktober, 25. November und 16. Dezember jeweils 10 bis 13 Uhr.

Keine Konkurrenz zur Delitzscher Bibliothek

Einen Anlaufpunkt und kurze Wege zum Leihbuch schaffen – unter der Devise hat auch Landfrau Karin Nadler vor knapp zwei Jahren mit einem Lesestübchen und einer Bibliothek für Schenkenberg begonnen. Im Lesestübchen trägt sie im Wechsel mit anderen einmal monatlich vor. Zudem ist mit dem Vorlesetreff immer am letzten Mittwoch von zirka 14.30 Uhr bis 15.30 Uhr – dann folgt das Lesestübchen – und 17 bis 18 Uhr die kleine Bibliothek geöffnet. Die Räume im städtischen Vereinshaus Zur Schule werden gestellt, der Rest ist Ehrenamt wie in Döbernitz. Von zwei Regalen ist die Schenkenberger Bibliothek auf nun ein Dutzend Regale und mindestens 1000 Bücher gewachsen, Bücher-Spenden sind weiterhin willkommen. Gut 20 regelmäßige Nutzer zählt die kleine gebührenfreie Landbibliothek.

Treffpunkte auf dem Land

Bald schon sechs Jahre ist es her, dass auch im Wiedemarer Ortsteil Zaasch wieder eine Bibliothek eröffnete. Gegen geringe Jahresgebühr kann hier entliehen werden. Jeweils mittwochs von 16 bis 18 Uhr öffnet die Ehrenamtliche Sonja Schnabel die Räume, die im ersten Stock liegen. Für ältere Leser seien sie zwar schwer zu erreichen, dennoch gehören gerade sie zu den Stammbesuchern. 3000 Bücher stehen in der Bibliothek am Lindenplatz 7, viele sind als Spende in die Regale gewandert. Mittlerweile ist die Kapazitätsgrenze erreicht, ein Austausch von Büchern zwischen den Dorfbibliotheken hat begonnen. Eine weitere Bibliothek gibt es in Wiesenena, Am Ring 12. Sie öffnet montags von 13.30 bis 16.30 Uhr.

Es gibt weitere Bibliotheken in Vereinshäusern und Schulgebäuden der Region: Die Gemeinde Rackwitz unterhält zwei Bibliotheken, in Zschortau und Rackwitz – geöffnet sind sie jeweils Dienstag und Donnerstag von 14 bis 18 Uhr. Im Haushalt hat die Gemeinde 200 Euro für Neuanschaffungen eingestellt. Für Grundschüler ist die Nutzung kostenlos, Kinder bis 16 Jahre zahlen 2,50 Euro im Jahr, Erwachsene 6 Euro. Die Ausleihe übernehmen auch hier Ehrenamtliche, fachlich betreut werden sie von Kerstin Kubitza, der hauptamtlichen Bibliothekarin aus Krostitz. Die Fachfrau organisiert auch den Ringtausch, sodass alle von ihr betreuten Einrichtungen immer neue Bücher erhalten. Kubitza betreut auch die Gemeindebibliotheken für Wölkau, Löbnitz, Rackwitz und Zschortau sowie im Eilenburger Raum.

Die Gemeindebibliothek in der Krostitzer Turnerstraße selbst ist für alle Nutzer kostenfrei. Geöffnet ist Montag 13 bis 15.30 Uhr, Dienstag 9 bis 11.30 Uhr und 13 bis 18 Uhr, sowie Donnerstag 9 bis 11.30 Uhr und 13 bis 17 Uhr. Krostitz hat im Haushalt rund 60 000 Euro für die Gemeindebibliothek eingeplant, rund 40 000 sind Eigenmittel, es gibt einen uschuss vom Landratsamt.

Von Christine Jacob, Ditmar Wohlgemuth und Thomas Steingen

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