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Delitzsch Unfalldrama bei Wiedemar: Identität der zwei Leichen nach wie vor unklar
Region Delitzsch Unfalldrama bei Wiedemar: Identität der zwei Leichen nach wie vor unklar
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13:17 18.07.2016
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Wiedemar

 Die Identität der bei einem Autounfall auf der A 9 nahe Wiedemar (Landkreis Nordsachsen) verbrannten zwei Autofahrer ist nach wie vor unklar. Das teilte die Polizeidirektion Leipzig am Montag mit. Durch das Feuer seien die Leichen stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Der Wagen stamme jedoch aus Brandenburg. Die dortige Polizei habe ermittelt , dass die Halterin selbst nicht im Wagen gesessen hatte.

DNA-Abgleich soll Aufklärung bringen

„Die bisherigen Erkenntnisse zur Nutzung des Fahrzeuges lassen die Vermutung zu, dass es sich bei dem Fahrer um den 54-jährigen Sohn der Halterin und dessen 57-jährige Lebensgefährtin handelte. Dies lässt sich bisher jedoch nicht mit absoluter Sicherheit bestätigen“, teilte Polizeisprecherin Katharina Geyer mit. Ein DNA-Abgleich soll daher in den kommenden Tagen zur weiteren Aufklärung beitragen.

Am Sonntag ereignete sich auf der A 9 in Richtung München ein folgenschwerer Unfall, bei dem zwei Personen getötet wurden. Nach Polizeiangaben vom Montag kam es zu einer Berührung der zwei Autos, woraufhin sich beide überschlugen und im Graben rechts von der Fahrbahn liegen blieben. Der graue Opel Vectra, in dem zwei Personen saßen, fing Feuer und brannte vollständig aus. Im roten Ford Focus saß ein 28-jähriger Fahrer aus Sachsen-Anhalt, der mit leichten Verletzungen davon kam. Bei ihm stellte die Polizei einen Atemalkoholwert von 1,5 Promille fest. Ihm wurde der Führerschein abgenommen und eine Blutentnahme durchgeführt.

Widersprüchliche Aussagen

Der Mann habe überdies widersprüchliche Angaben zum Unfallhergang gemacht, so die Polizeidirektion. Er gab unter anderem an, dass er in der mittleren Fahrspur gefahren wäre, als der Opel von links plötzlich rüber zog und es somit zur Kollision kam. Diese Aussage decke sich jedoch nicht mit der Unfallsituation. Für den Verkehrsunfalldienst und Sachverständige der Dekra sei vielmehr klar: „Der 28-Jährige im Ford Focus hatte die Unfallursache gesetzt, indem er seinen Wagen nach rechts gelenkt hatte. Anders könne sich der Hergang nicht erklären.“ Den Mann erwartet jetzt eine Anzeige wegen Trunkenheit im Verkehr sowie Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung in Verbindung mit einem Verkehrsunfall.

Polizei sucht Zeugen

Die Polizei sucht überdies nach Zeugen, die den Unfallhergang und/oder das Fahrverhalten des Fahrers im roten Ford Focus auf der A 9 beobachtet haben. Hinweisgeber werden gebeten, sich an die VPI Leipzig, Schongauerstraße 13, 04328 Leipzig, Tel. 0341 2552851 (tagsüber) sonst 2552910 zu wenden.

Von LVZ

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