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Delitzsch Unterer Bahnhof in Delitzsch soll neues Domizil der Volkshochschule werden
Region Delitzsch Unterer Bahnhof in Delitzsch soll neues Domizil der Volkshochschule werden
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00:18 02.06.2017
Vor dem Unteren Bahnhof in Delitzsch ist in den zurückliegenden Wochen viel gebaut worden. Nun muss nur noch das Bahnhofsgebäude umgestaltet werden, denn dort will sich künftig in der oberen Etage die Volkshochschule einmieten. Quelle: Fotomontage: Wolfgang Sens
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Delitzsch

Die Marschroute ist klar – die Volkshochschule (VHS) des Landkreises Nordsachsen will mit ihrer Geschäftsstelle in Delitzsch von der Wittenberger Straße 1 in den Unteren Bahnhof ziehen. Erste Gespräche mit dem Eigentümer des Bahnhofsgebäudes, der Aedificia Infrastruktur- und Entwicklungsgesellschaft mbH (AIEG) mit Sitz in Frankfurt am Main, haben bereits im vergangenen Jahr stattgefunden. „Gemeinsam mit dem Vermieter ist ein Konzept erstellt worden“, berichtet Norbert Morch, Leiter der Volkshochschule. Demnach soll die Bildungseinrichtung die komplette obere Etage des Bahnhofsgebäudes beziehen.

Bessere Bedingungen

Dort wird die Schule mit rund 500 Quadratmetern annähernd so viel Fläche zur Verfügung haben wie in der Wittenberger Straße. Allerdings werden die Unterrichtsräume moderner sein und im Sinne der Erwachsenenbildung umgebaut. „Vorgesehen sind multifunktionale Räume mit der Möglichkeit, diese je nach Bedarf, Gruppenstärke oder Unterrichtsform zu trennen, sodass sie größer oder kleiner sein können. Auf diese Weise werden wir am neuen Standort unser komplettes Spektrum weiter vorhalten können“, erklärt Morch.

Wie bisher wird die Volkshochschule für bestimmte Veranstaltungen Räume in anderen Delitzscher Einrichtungen nutzen. „Das Hauptgeschäft am Tage sowie die Sprachkurse am Abend sollen aber im Bahnhof stattfinden“, so Morch. Absprachen gebe es zudem, dass die VHS für sportliche Kurse Räume im Erdgeschoss des Bahnhofes mieten könne. Acht Unterrichtsräume und der Verwaltungsbereich sind in der oberen Etage vorgesehen.

Für die Volkshochschule ist der geplante Umzug mit einer deutlichen Standortverbesserung verbunden. „Wir erhalten bessere Bedingungen und sind dann optimal erreichbar“, so Morch. Wann der Umzug erfolgen kann, ist noch unklar. Ursprünglich wollte die VHS schon in den Winterferien das Objekt beziehen. Aber es gibt unter anderem wegen des vorgesehenen behindertengerechten Zuganges noch baurechtliche Dinge zu klären. Als nächste Option sieht Morch die Sommerferien. Einen Umzug mitten in einem laufenden Semester schließt er aus.

Barrierefreier Zugang

„Wir sind derzeit in der Ausführungsplanung und beim Entkernen der oberen Etage“, erklärt AIEG-Geschäftsführer Stefan Steinert. Demnächst will er den Bauantrag zur Genehmigung einreichen. Von dieser hängt der weitere Fortgang der Arbeiten ab. „Wir bauen komplett um.“ Mit der Baugenehmigung sei auch zu klären, ob in der Empfangshalle ein Aufzug installiert werden könne, um den barrierefreien Zugang zu schaffen.

Das Erdgeschoss wird sich dann in einem zweiten Schritt wandeln. Diverse Räume sollen dort saniert werden. Steinert möchte die Empfangshalle zu einem kleinen Marktplatz umgestalten. Der S-Punkt der Deutschen Bahn, in dem unter anderem Fahrkarten verkauft werden, wird definitiv im Gebäude bleiben. „Schön wäre es, wenn sich zum Beispiel ein Bäcker oder eine Reinigung ansiedeln würden.

In einem dritten Abschnitt soll der Bahnhof abschließend äußerlich aufgehübscht werden.

Von Thomas Steingen

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