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Delitzsch Unteres Leinetal plant Maßnahmen für rund zwei Millionen Euro
Region Delitzsch Unteres Leinetal plant Maßnahmen für rund zwei Millionen Euro
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07:00 06.01.2017
Wenn es das Wetter zulässt, wird so wie hier 2016 in Brinnis wieder in weiten Teilen des Verbandsgebietes gebaut. Quelle: Wolfgang Sens
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WÖLKAU

Der Plan steht, 2017 wird ein Jahr der Bauarbeiten im Gebiet des Abwasserzweckverbandes Unteres Leinetal (AZVUL). Das Verbandsgebiet – von Löbnitz über Schönwölkau bis zu den Delitzscher Ortsteilen Spröda und Poßdorf – muss weiter erschlossen werden, dafür sind Maßnahmen im Gesamtwert von rund zwei Millionen Euro kalkuliert, der entsprechende Investitionsplan ist inzwischen abgesegnet. Bis Ende 2018 hat der Abwasserzweckverband Zeit, um sein Entwässerungskonzept umzusetzen.

Delitzscher Ortsteil ist Investitionsschwerpunkt

„Beim Abwasserzweckverband stehen dieses Jahr richtig große Projekte an“, nennt es der Verbandsvorsitzende und Schönwölkauer Bürgermeister Volker Tiefensee (CDU). Die Unzufriedenheit mit dem Verband hält sich wegen der Preispolitik der Vergangenheit hartnäckig, mit dem seit knapp sechs Jahren zuständigen Betriebsführer Oewa werden aber die Investitionsstaus geräumt. Auf den Delitzscher Ortsteil Spröda, um dessen Austritt lange gerungen wurde und der doch noch wie auch Poßdorf drin ist im AZVUL, konzentriert sich die Erschließung, dort plant der AZVUL die größte Maßnahme. 2017 sollen nach Angaben der Oewa exakt 1765 Meter Schmutzwasserkanalisation und 925 Meter Hausanschlussleitungen verlegt sowie 102 Hausanschlüsse errichtet werden. Zudem wird eine 300 Meter lange Druckleitung für die Schmutzwasser-Überleitung ins Gewerbegebiet entstehen. Weiterhin ist auf 100 Metern ein Niederschlagswasserkanal in Spröda geplant. Mit 1,28 Millionen Euro für die gesamte Maßnahme ist dies auch das finanzschwerste Vorhaben des AZVUL, es kann laut Oewa durch die derzeitige Lage auf dem Bau aber noch zu Kostensteigerungen kommen. Die Maßnahme ist in sechs Bauabschnitte untergliedert. „Sie soll so schnell wie möglich beginnen, denn bereits Ende 2017 muss das Projekt abgeschlossen sein, da der AZV Unteres Leinetal dafür Fördermittel erhält“, so eine Sprecherin. Ein Baubeginn hängt – nach Sichtung aller im vergangenen Monat eingegangenen Angebote – natürlich auch vom Winterverlauf ab.

Baupläne für Luckowehna und Löbnitz

Nachdem 2016 Brinnis dran war, wird in diesem Jahr im Schönwölkauer Ortsteil Luckowehna für voraussichtlich 539 000 Euro gebaut. Es soll ein komplett neues Ortsnetz für die Ableitung des Niederschlagswassers entstehen. Es werden insgesamt 26 Grundstücke angeschlossen. Weiterhin soll in Luckowehna eine Vorklärung errichtet, ein Pumpwerk sowie eine Druckleitung über 1070 Meter gebaut werden, damit das Schmutzwasser zur Kläranlage Hohenroda übergeleitet werden kann. Es ist vorgesehen, die Maßnahme im zweiten Quartal des nächsten Jahres in Angriff zu nehmen.

Weitere Investitionen plant der Verband für das zweite Quartal 2017 auch in Löbnitz. In der Eigenheimsiedlung und in der Straße der Jugend werden insgesamt rund 350 Meter Schmutzwasserleitungen verlegt. Das Abwasser wird über ein Unterdrucksystem zur Kläranlage geleitet. Die Investitionssumme liegt voraussichtlich bei rund 195 000 Euro.

All das heißt aber auch, dass die Anlieger mit belastet werden. „Die geplanten Erschließungsmaßnahmen sollen über Fördermittel, zinsverbilligte Darlehn der Sächsischen Aufbaubank, aber auch über Beitragszahlungen der Grundstückseigentümer finanziert werden“, teilt die Oewa mit.

Von Christine Jacob

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