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Delitzsch Unternehmen in Löbnitz löst Entwässerungsproblem
Region Delitzsch Unternehmen in Löbnitz löst Entwässerungsproblem
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00:22 11.02.2018
Die Biogasanlage in der Delitzscher Straße in Löbnitz. Quelle: Ditmar Wohlgemuth
Löbnitz

Die Biogasanlage in Löbnitz in der Delitzscher Straße wird mit einem unterirdischen Behälter ausgestattet, der künftig das gesamte Betriebs- und Oberflächenwasser der Anlage aufnehmen und vorübergehend speichern soll. Darüber informierte jetzt der Bürgermeister von Löbnitz, Axel Wohlschläger (CDU), seinen Gemeinderat. Der musste darüber nicht beschließen, denn es liegt für den schrittweisen Umbau und die Erweiterung der Anlage ein sogenannter vorzeitiger, vorhabenbezogener Bebauungsplan vor. Vorhabenträger ist die envia Therm GmbH. Sie betreibt die Anlage seit 2009. Errichtete wurde sie 2001.

Wasser wird gesammelt

Das Betreiberunternehmen beabsichtigt mit den anstehenden Bauarbeiten eine deutliche Verbesserung der Entsorgung des auf dem Gelände anfallenden Wassers zu erreichen. „Das gesammelte Wasser wird in den Behälter Endlager 1 gepumpt. Der Inhalt wird wie bisher auf Landwirtschaftsflächen ausgebracht“, heißt es in der Begründung durch das Unternehmen.

Wie Axel Wohlschläger mitteilte, komme es dadurch nicht mehr zur Einleitung des Wassers in den Wolfsgraben. „Bisher lief alles dort hin und es war schwer auszumachen, wer letztlich Schuld an den immer wieder auftretenden Verunreinigungen war.“ Künftig werde es nur noch einen Einleiter in den Bach geben. Nachteil: Es werde dadurch auch weniger Wasser im Graben sein.

Auflagen des Landratsamtes

Eine Nachfrage von Andreas Wohllebe (CDU), ob der Behälter, in dem auch schon die Gärreste gelagert werden, zudem auch für das Wasser reiche, antwortete der Bürgermeister, dass das Vorhaben entsprechend geprüft sei und das Landratsamt als Genehmigungsbehörde entsprechende Auflagen erteilt habe.

Die geplanten Bauarbeiten erfassen nahezu das gesamte Gelände von etwa 1,4 Hektar. Die neuen Schmutzwasserkanäle, im Durchmesser bis zu 25 Zentimeter einschließlich der dazu gehörigen Kastenrinnen und Straßenabläufe, werden dann an das bestehende Entwässerungssystem angeschlossen. Über ein Schmutzwasserpumpwerk, für das ein Pumpenschacht als Beton-Fertigteil mit einem Durchmesser von 2,5 Metern etwa drei Meter Tief in die Erde eingebracht wird, und Druckleitungen, die sowohl in der Erde verlegt als auch außen am Endlager angebracht werden sollen, soll dann das Wasser in den Behälter gelangen.

Die Agrarprodukte Löbnitz GmbH beliefert die Biogasanlage mit Silage, Getreide und Schweinegülle und sorgt so für die Rohstoffbasis.

Von Ditmar Wohlgemuth

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