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Delitzsch Unteroffizierschule bekommt neues Lehrsaalgebäude
Region Delitzsch Unteroffizierschule bekommt neues Lehrsaalgebäude
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06:00 29.12.2016
Das Richtfest für das neue Lehrsaalgebäude in der USH in Delitzsch erfolgte kürzlich im ganz kleinen Kreis. Quelle: Rolf Schrader
Delitzsch

Die Unteroffizierschule des Heeres in Delitzsch braucht mehr Platz, um die künftig bis zu jährlich 5600 Lehrgangsteilnehmer aus- und weiterzubilden. Das wird dann der Fall sein, wenn der Standort Münster endgültig aufgelöst und die gesamte Feldwebel-Ausbildung in Delitzsch konzentriert wird. Voraussichtlich wird das 2017 passieren. Das bisherige Übungsgelände stößt bereits an seine Kapazitätsgrenzen. Was die Infrastruktur im Inneren der Feldwebel-Boldt-Kaserne betrifft, ist die bereits überschritten. Zusätzliche Investitionen sind erforderlich, so unter anderem in ein neues Lehrsaalgebäude, indem der zumeist theoretische Teil absolviert wird. Es wäre dann das insgesamt dritte Funktionsgebäude dieser Art auf dem Gelände.

Erweiterungsbau Ende 2017 fertig

Der sogenannte Erweiterungsbau soll bis Ende 2017 fertiggestellt werden, teilte dieser Tage der Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) mit. Mit dem kürzlich erfolgten Richtfest im „bewusst gewähltem ganz kleinem Kreis“, so Lutz Maerker von der SIB-Niederlassung Leipzig, wurde kürzlich ein wichtiger Bauabschnitt, auch die Winterfestmachung, abgeschlossen. Die kleine Feier sei ausschließlich für die Bauarbeiter organisiert worden, hieß es aus dem Staatsbetrieb. Einladungen an hiesige Politiker und andere Repräsentanten seien nicht herausgegangen. Rainer Storch vom Sächsischen Staatsministerium für Finanzen habe sich so auch in seiner Rede kurz fassen können, hieß es weiter.

Mit dem Bau des dreigeschossigen Gebäudes, das direkt an das vorhandene anschließt, wurde bereits im Januar begonnen. Es wird in Stahlbeton- und Fertigteilbauweise mit Flachdach und einer Wärmedämmverbundsystemfassade errichtet. Der Übergang in das vorhandene Gebäude erfolgt über jede Etage. Architektonisch wird der Neubau dem vorhandenen Baukörper angeglichen. Er hat eine L-Form und bietet insgesamt 13 Lehrsälen Platz. Jeder von ihnen hat eine Fläche von 102 Quadratmetern. Hinzu kommen weitere 18 Dienst- und Besprechungsräume. In sieben Räumen werden die Lehrmittel untergebracht.

Arbeitgeber für 475 Menschen

„Die Gesamtinvestition beträgt 4,3 Millionen Euro“, teilte Lutz Maerker mit. In Kürze soll der sehr umfangreiche Innenausbau erfolgen. Wie es hieß, werde es nicht die letzte Baumaßnahme innerhalb der Kaserne sein. Angekündigt ist bereits die Erweiterung der Sportanlagen auf dem Gelände. Ein weiterer Sportplatz mit 400-Meter-Laufbahn ist bereits in Planung. Wann er realisiert wird, steht noch nicht endgültig fest. Die sportliche Fitness der Lehrgangsteilnehmer habe an Bedeutung gewonnen.

Seit 1990 wurden in die Infrastruktur der Kaserne mehr als 110 Millionen Euro investiert. 95 Prozent der Aufträge gingen dabei an Unternehmen in den neuen Bundesländern. Die Bundeswehr bietet am Standort gut 475 Menschen eine Arbeitsstelle. Gut ein Viertel der Gesamtbelieferung der Truppenküche in der Kaserne kommt aus der Region. Die Bundeswehrkaserne ist damit ein nicht zu unterschätzender Wirtschaftsfaktor, wie Delitzschs Oberbürgermeister Manfred Wilde (parteilos) nicht müde wird, immer wieder zu erwähnen.

Von Ditmar Wohlgemuth

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