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Delitzsch Unteroffizierschule des Heeres in Delitzsch: Schießanlage wird erweitert
Region Delitzsch Unteroffizierschule des Heeres in Delitzsch: Schießanlage wird erweitert
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00:21 30.09.2017
Bürgermeister Thorsten Schöne schießt mit dem Bundeswehrgewehr G38. Quelle: Rolf Schrader (Bundeswehr)
Delitzsch

2005 wurde von der Unteroffizierschule des Heeres (USH) der Bedarf einer Standortschießanlage in Delitzsch der Wehrverwaltung angezeigt. Sieben Jahre dauerte es, bis sie in Betrieb ging. 8,2 Millionen Euro wurden in die Anlage investiert. Hauptnutzer der zwei Langbahnen- und drei Kurzbahnen-Schießstände sind die Soldaten der USH. „Im Jahr werden dort etwa 502 600 Schüsse abgegeben“, informierte dieser Tage der Leiter des Schulstabes der USH, Oberstleutnant Dirk Borg, in einem Vortrag, der sich an Gäste des traditionellen Vergleichsschießens richtete. Dazu waren Vertreter von Behörden und Einrichtungen, mit denen die USH in der Region zusammenarbeitet, eingeladen.

Gespräche im Mittelpunkt

Die Frauen und Männer durften mit der Dienstpistole der Bundeswehr P8, dem Standardgewehr G38 und dem Maschinengewehr G3 sowie mit Pfeil und Bogen ihre Treffgenauigkeit unter Beweis stellen. Die Ergebnisse konnten sich sehen lassen und wurden vom Schulkommandeur Oberst Peer Luthmer entsprechend gewürdigt. Viel mehr kam es den Militärs jedoch darauf an, miteinander ins Gespräch zu kommen, sich noch besser kennenzulernen.

Schießen ist Prüfungsfach

In dem Zuge informierten die Soldaten auch darüber, dass eine Erweiterung der Schießanlage auf dem Plan stünde. „Wir bräuchten sie eigentlich schon jetzt, der Baubeginn ist aber erst für 2021 vorgesehen“, erklärte Dirk Borg. Die Schießausbildung habe an Bedeutung gewonnen. Sie ist eine von neun Prüfungen, die die angehenden Feldwebel zum Abschluss ihres allgemein militärischen Teils der Ausbildung bestehen müssen. Als erstaunlich bezeichnete Borg, dass 67 Prozent der Lehrgangsteilnehmer mit einer angeschlossenen Berufsausbildung und 33 Prozent direkt nach dem Schulabschluss mit Mittlerer sowie Hochschulreife in die Bundeswehr eintreten. Derzeit liegt der Frauenanteil bezogen auf die Lehrgangsteilnehmer bei 6,1 Prozent.

Zweiter Sportplatz in Planung

Weil auch die sportliche Fitness der Soldaten eine immer größere Rolle spielt, ist auch eine zweite Sportanlage vorgesehen. Dafür starten die Bauarbeiten im nächsten Jahr.

Im Zuge der Agenda Attraktivität der Bundeswehr ist vorgesehen, die Belegung der Stuben zu reduzieren. Derzeit sind sie noch mit zwei Soldaten belegt. Zu zwei Stuben gehört eine Nasszelle, die gemeinsam genutzt wird. Künftig soll es ein Zimmer für einen Soldaten geben. Derzeit gibt in der Kaserne 1800 Betten und zwei Eltern-Kind- und eine behindertengerecht eingerichtete Wohnung.

Von Ditmar Wohlgemuth

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