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Delitzsch Unwetter in Delitzsch: Bis zu 20 Liter Regen pro Quadratmeter in wenigen Minuten
Region Delitzsch Unwetter in Delitzsch: Bis zu 20 Liter Regen pro Quadratmeter in wenigen Minuten
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12:29 26.07.2016
Regen im Sonnenblumenfeld: Kurz vor Delitzsch bot sich Autofahrern am Dienstag Morgen dieses Bild.  Quelle: Olaf Majer
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Delitzsch

 Die dunkle Wolkenfront am Dienstag Morgen verhieß nichts Gutes: In der Region Delitzsch wurden die Einwohner von einem heftigen Sommergewitter mit Starkregen überrascht. “Da kam schon ordentlich was runter“, bestätigt Meteorologe Manuel Voigt vom Deutschen Wetterdienst in Leipzig. „Auf dem Regenradar sind Niederschlagsmengen von bis zu 20 Liter auf den Quadratmeter zu erkennen.“ Das Besondere: Die Regenmengen fielen innerhalb von nur wenigen Minuten vom Himmel. Und: Der Niederschlagsstreifen war schmal. Schon am Flughafen Schkeuditz waren es nur fünf Liter pro Quadratmeter.

So schrillten um zehn Uhr die Sirenen über Delitzsch. Durch einen Systemfehler in der Leitstelle wurde die Sirene mehrfach ausgelöst, das klang daher wie Katastrophenalarm. Die Feuerwehr wurde alarmiert, weil einige Keller vollgelaufen waren. Auch Straßen, zum Beispiel die Sachsenstraße im Delitzscher Norden oder die Bismarckstraße im Zentrum der Loberstadt, standen unter Wasser.

Keller liefen voll, Feuerwehren waren im Einsatz

Kurz nach zehn war der Regenguss endgültig vorbei. Die Folgen aber nicht. An knapp zehn Einsatzstellen in Delitzsch und dem Ortsteil Schenkenberg kümmerten sich die Kameraden der Feuerwehr Delitzsch, die vollgelaufenen Keller vom Wasser zu befreien. Unter anderem waren das Areal um den Oberen Bahnhof, der Delitzscher Osten und die Securiusstraße betroffen.

Die Feuerwehren in Delitzsch pumpten voll gelaufene Keller leer. Quelle: Christine Jacob

Die Einsätze wurden in Zusammenarbeit mit der Leitstelle Leipzig vom neuen Einsatzleitwagen aus und vom Hof der Feuerwache im Schäfergraben von den Kameraden koordiniert. Gegen 11.30 Uhr waren die Einsätze absolviert. Dann das Übliche – das Gerätehaus musste ebenfalls von Wasser befreit werden, die Wache selbst säuft bei Starkregen immer wieder ab.

Straßenverkehr kommt ins Stocken

Vor allem Berufspendler hatten in und um Delitzsch mit der morgendlichen Sintflut zu kämpfen. Auf der viel befahrenen B184 zwischen Delitzsch und Leipzig kam der Verkehr teilweise ins Stocken, da der Starkregen die Sicht behinderte und Aquaplaning auf der Straße verursachte. Stellenweise wurde hier nur noch Schrittgeschwindigkeit gefahren.

Wettertrend: Achterbahn-Sommer bleibt

Die Wetterexperten machen auch für die nächsten Tage wenig Hoffnung auf ein stabiles Sommerhoch. Zumindest aber nimmt die Unwettergefahr ab. „Gegen Wochenende zieht die schwül-heiße Luft raus und die Gewittergefahr nimmt deutlich ab“, sagt DWD-Meteorologe Manuel Voigt. In Nordsachsen sei mit einer leichten Abkühlung zu rechnen, die Temperaturen erreichen dann noch Werte von knapp 25 Grad. So soll es auch in der nächsten Woche weitergehen. „Insgesamt bleibt uns der Achterbahn-Sommer erhalten“, so Voigt.

Von Olaf Majer und Christine Jacob

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