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Ur-Krostitzer Brauerei „erntet“ Hopfen auf Fabrikhof

Ur-Krostitzer Brauerei „erntet“ Hopfen auf Fabrikhof


Krostitz. Die kleine Holzleiter, mit der der Krostitzer Brauereichef Wolfgang Welter und sein Betriebsleiter Sascha Marre – seit April dieses Jahres im Amt – versuchten, die Hopfenpflanzen auf dem Hofgelände zu ernten, hatte gestern Vormittag schwer zu tragen.

. Doch die symbolische Aktion zum Start der Hopfenernte, die hauptsächlich einem spektakulären Foto diente, endet ohne Verluste. Beide Männer mussten natürlich nicht die 520 Hopfenpflanzen der Sorte Hallertauer Magnum vom Spanndraht schneiden. Diese Arbeit übernahmen vertragsgerecht Gertrud und Wolfgang Stier vom gleichnamigen Krostitzer Gartenbaubetrieb. Die First Lady des Hopfens im Brauereidorf, zugleich auch Diplom-Gartenbau-Ingenieurin, übernahm die Aufgabe bereits 2002 mit dem Anlegen der Pflanzung. Sie erfolgte auf dem Grundriss eines ehemaligen abgerissenen Gebäudes. So entstand ein Wandelgang und ein grünes Freiluftzimmers, beide werden in unterschiedlicher Form intensiv über die Sommermonate genutzt. „Nicht zuletzt demonstrieren wir dort Besuchern, vor allem Schülern, wie der Hopfen aussieht, den wir für den Brauprozess brauchen. Viele sehen ihn zum ersten Mal", erläuterte Welter, der bereits seit 21 Jahren im Krostitzer Unternehmen ist. „Wir sind eigentlich spät dran mit der Ernte", bestätigte indes Gertrud Stier. Üblicherweise passiere dies Ende August/Anfang September. Ganz so problematisch sieht sie es aber nicht, denn die Dolden der weiblichen Pflanzen (männliche bilden nur Rispen aus) werden nicht in der hiesigen Produktion eingesetzt, obgleich mit ihnen „wahrscheinlich 20 Hektoliter Pilsner produziert werden könnten", bestätigte Marre. Der Arbeitsaufwand, den Hopfen auf dem eigenem Hof zu ziehen, ist sehr groß, bestätigt Welter und sieht darin doch mehr als nur eine ästhetische Aufgabe zur Begrünung des Geländes. „Das ist hier pure Natur", sagte der Brauereichef. Was es heißt, sie auch im schönsten Grün zu halten, weiß die selbst ernannte hiesige Hopfenkönigin. „Bis zu 40 Jahre alt werden die Pflanzen, die einer ständigen Betreuung bedürfen. Von den gut 50 Trieben pro Pflanze werden gerademal vier gebraucht. Der Rest muss immer wieder eingekürzt werden. Eigentlich habe ich mir das Ganze nicht so aufwendig vorgestellt", gestand die Expertin.

Ditmar Wohlgemuth

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