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Veranstalter bestätigt Umzug des With Full Force Festivals

Von Roitzschjora nach Ferropolis Veranstalter bestätigt Umzug des With Full Force Festivals

Der Umzug des With-Full-Force-Festivals ist beschlossenene Sache. Der Veranstalter sieht sich nicht mehr in der Lage, das Sommer-Open-Air auf dem Flugplatz in Roitzschjora fortzuführen. Als Grund gibt er die immer strengeren behördlichen Auflagen und die daraus resultierenden Probleme an. In Ferropolis, der Stadt aus Stahl, wolle er mehr Komfort, Sicherheit und Qualität bieten.

Ferropolis hat sich bereits als Konzert und Festival-Veranstaltungsort bewährt.
 

Quelle: Lydia Rech

Roitzschjora.  Jetzt ist es auch von den Veranstaltern des With-Full-Force-Festivals offiziell bestätigt: Der Umzug nach Ferropolis, der Stadt aus Eisen bei Gräfenhainichen, ist beschlossene Sache. Das 24. Summer Open Air findet dort vom 22. bis 24. Juni 2017 statt. Damit sind die Gerüchte, die seit einiger Zeit im Umlauf sind, für viele traurige Wahrheit geworden. Der LVZ war bekanntgeworden, dass es Probleme mit dem bisherigen Standort auf dem Flugplatz in Roitzschjora gab und fragte aus diesem Grund bei der Pressestelle des Veranstalters nach. Informationen gab es zunächst keine. Wie jedoch bekannt wurde, waren auch die Partner, mit denen die Macher des WFF zusammenarbeiteten, seit geraumer Zeit über die neuen Entwicklungen informiert. „Wir waren aber alle zum Stillschweigen verpflichtet worden“, sagte ein Insider. Und so schlug die Nachricht vom Umzug wie eine Bombe ein.

Strengere behördliche Auflagen

Erstmals äußert sich jetzt auch der Veranstalter dazu, warum er den Platz wechselt. „Durch die immer strengeren behördlichen Auflagen und die vielen daraus resultierenden Probleme, sind wir leider nicht mehr in der Lage, unser geliebtes Festival in Roitzschjora durchzuführen“, heißt es in einer Presseerklärung. Gleichzeitig ging ein Dank an Roitzschjora, „an all diejenigen, die uns dort jahrelang unterstützt und begleitet haben“.

Nach Ermessensmöglichkeiten gesucht

Auf Anfrage äußerte sich auch das Landratsamt Nordsachsen, das die Neuorientierung des Veranstalters nach Ferropolis „sehr bedauert“. Der Landkreis und die Gemeinde habe mit den Akteuren vor Ort die Veranstaltung über Jahre begleitet und die notwendigen Rahmenbedingungen in den unterschiedlichsten Fachbereichen der Verwaltung umgesetzt. „Ohne behördliche Auflagen ist eine solche Veranstaltung überhaupt nicht zu gestalten“, hieß es weiter. „Kompromisse mit den Veranstaltern sind immer dann möglich, wenn Ermessensmöglichkeiten für die Verwaltung bestehen“, erklärte der Sprecher der Landkreisverwaltung, Rayk Bergner. Diese seien auch regelmäßig gesucht worden.

Sicherheit geht vor

Vor acht Wochen habe es erste Vorgespräche für das Festival 2017 mit dem Veranstalter gegeben, wurden lösungsorientierte Fahrpläne besprochen. „Es gibt jedoch Bereiche, in denen Rechtsvorschriften leider kein Ermessen ermöglichen und die Verwaltung auf die Umsetzung dieser gesetzlichen Vorgaben im Interesse des Schutzes der Festivalteilnehmer bestehen muss“, sagte Bergner weiter. Dass dies Auswirkungen auf die Veranstaltungskosten haben könne, schloss er nicht aus. Nach LVZ-Informationen gab es vor allem Sorgen um die hygienisch einwandfreie Bereitstellung von Trinkwasser. Offenbar war man auch dort auf einem guten Weg. Der WFF-Veranstalter startete jetzt mit einer Werbeoffensive für Ferropolis. Die Kartenpreis bleiben stabil. Auch die Kapazität des Festivals werde nicht erhöht. Dabei sollte das WFF „größer, lauter und intensiver“ werden, wie es hieß. Jedes Jahr kamen etwa 30 000 Besucher. Für dieselbe Größenordnung ist maximal auch Ferropolis vorgesehen. Das Baden sei dort dann beispielsweise offiziell möglich. In Roitzschjora wurde es mehr oder weniger geduldet. Genehmigt war es nie. In Ferropolis sollen künftig vier Bühnen stehen. Das wäre auf dem Flugplatz wahrscheinlich nie mehr möglich geworden, auf Grund des Voranschreitenden Kiesabbaus.

Geteilte Resonanz auf den Umzug

Die Resonanz auf den neuen Festivalstandort in den sozialen Netzwerken ist geteilt. Von tiefem Bedauern bis zur Freude über den Umzug ist dort alles vertreten. Es werden aber auch Vorbehalte geäußert. Vier Bühnen sind eindeutig zu viel. Der härteste Acker ist dann Beton. Hoffentlich gibt es einen besseren Sicherheitsdienst.

Von Ditmar Wohlgemuth

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Roitzschjora
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