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Verkauf des Delitzscher Bahnwerkes trifft Mitarbeiter kalt

EuroMaint Verkauf des Delitzscher Bahnwerkes trifft Mitarbeiter kalt

Für die Belegschaft des Delitzscher EuroMaint-Werkes kam die Nachricht, dass ihr Betrieb zusammen mit den anderen deutschen Werken des schwedischen Konzerns an die in Luxemburg ansässige Iberia Industry Group verkauft wird, völlig überraschend.

Mitarbeiter Detlef Renn nimmt im Delitzscher Bahnwerk die Endabnahme von Radsätzen vor.

Quelle: Euromaint Rail GmbH

Delitzsch. „Ich habe es bei der Silvesterfeier von einem Kollegen erfahren“, erzählt ein Mitarbeiter, der schon 40 Jahre lang in diesem Betrieb tätig ist. Noch im Dezember habe es in einer Belegschaftversammlung geheißen, dass EuroMaint trotz schlechter Zahlen weitermachen würde. „Und nun das“, so der Schlosser. Die Verunsicherung und die Angst, was kommt, sei groß, weil viele Beschäftigte schon den Verkauf des Werkes seinerzeit von der Deutschen Bahn an Hermann Weiße miterlebt haben, der mit gravierenden Einschnitten für die Belegschaft einherging. „Es wäre schön, wenn der Übergang so verliefe, wie es Geschäftsführer Lehmann in der LVZ angedeutet hat“, ringt sich der Schlosser dennoch etwas Optimismus ab.

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Tätigkeitsschwerpunkt des Instandhaltungswerkes von EuroMaint in Delitzsch ist die Umsetzung von Servicedienstleistungen für Schienenfahrzeuge im Personenverkehr.

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Betriebsratsvorsitzender Andreas Walther geht davon aus, dass die Tarifverträge vom neuen Eigentümer übernommen werden. Aber derzeit sei alles noch offen. „Weil wir weder den neuen Eigentümer noch sein Konzept kennen, fragt sich natürlich jeder im Betrieb, wie es weitergehen wird“, so Walther. Am Mittwoch trifft er in Kaiserslautern den Geschäftsführer und hofft, dort mehr Informationen zu erhalten.

Der Betriebsrat selbst hat am 29. Dezember in einer kurzen schriftlichen Mitteilung von der Entscheidung des Mutterkonzerns erfahren. „Bis dahin gab es keine Anzeichen, dass EuroMaint Deutschland abgestoßen werden soll“, berichtet der Betriebsratsvorsitzende. „Am 17. Dezember haben wir noch in Frankfurt mit dem Geschäftsführer aus Schweden zusammengesessen und überlegt, wie wir es angehen können, dass das Unternehmen aus dem negativen Zahlen kommt, denn dass es Probleme gab, wussten wir. Deshalb war ich von der Entscheidung Ende des Jahres mehr als überrascht. Zumal es immer geheißen hat, es gehe bergauf“, schildert Walther die Dinge aus Sicht des Betriebsrates.

Von Thomas Steingen

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