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Delitzsch Klassentreffen in Zschortau nach 65 Jahren
Region Delitzsch Klassentreffen in Zschortau nach 65 Jahren
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10:33 01.10.2018
Klassentreffen nach 65 Jahren in Zschortau: Nach dem Rundgang durch die umgebaute Schule wurde eine Erinnerungsfoto gemacht. Quelle: Foto: Anke Herold
Zschortau

Helle und weite Räume, tolle Arbeitsmaterialien, viel Platz zum Lernen oder ein Spielplatz zum Toben ist für die Mädchen und Jungen, die in der Zschortauer Grundschule unterrichtet werden, heute selbstverständlich. Schon lange hat dieser Schulstandort Tradition. Für einige ehemalige Schülerinnen und Schüler öffnete am Samstag Lehrerin Annemarie Arnhold die Türen, um ihnen einen Blick in die neu gestalteten Räume zu erlauben. Organisierte wurde der kleine Rundgang von Renate Ubrich und Barbara Michler. Beide haben mit vielen Anderen ihre Schulzeit in der Lindenstraße verbracht. Der Abschluss liegt inzwischen 65 Jahre zurück. Ein Grund mehr, um sich an den Ort der Kindertage zu begeben.

Enorme Veränderungen in der Schule

Bei der Führung staunten die Damen und Herren über die enormen Veränderungen und freuten sich über den sehr gelungenen Umbau, der den Kindern heute das Lernen versüßt. „Die Qualität hat sich sehr verbessert. Die übersichtlichen und aufgeräumten Zimmer laden zum Lernen ein. Da hätte ich Lust, gleich wieder die Schulbank zu drücken“, schwärmt Horst Zikarsky beim Blick in die Räume. „Damals wurden wir als Kinder nicht zur Schule gebracht, sondern mussten den Schulweg selbst zurücklegen. Manchmal hatte man Glück und konnte auf dem Pferdewagen mitfahren“, erinnert sich Rainer Fuchs auf dem weiträumigen Schulhof an seine Kindertage. Nach der Besichtigung luden die Organisatorinnen ihre ehemaligen Mitschüler zu Kaffee und Kuchen ins nahe gelegene Bistro ein. Bei einem Gläschen Sekt stießen die Seniorinnen und Senioren auf das zahlreiche Erscheinen zum Klassentreffen, auf die Gesundheit und die vielen Erinnerungen an. Aber auch an verstorbene Mitschüler gedachten die Damen und Herren, reichten Bilder rum und warfen einen Blick in die Schulchronik.

Wiedersehen in zwei Jahren

Wenn auch vor 65 Jahren manches ganz anders war, gibt es doch viele schöne Geschichten aus jener Zeit zu erzählen. „Schon damals organisierte Lehrer Winkler die Arbeitsgemeinschaft Junge Physiker und lehrte uns so die Naturwissenschaften“, weiß Klaus Zschäpe. Horst Barber erinnert sich an die tolle Lehrerin Marianne Max, die mit ihrer Kulturgruppe den Schülern Singen, Tanzen und Schauspielern beibrachte. Für Renate Ubrich und Barbara Michler ist die Organisation des regelmäßigen Klassentreffens ein echtes Bedürfnis. „Wenn es unsere Gesundheit zulässt, werden wir uns auch in zwei Jahren wieder treffen“, sind sich beide einig.

Von Anke Herold

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