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Delitzsch Viel zu sanieren: Erst der Lober, dann der Rosengarten
Region Delitzsch Viel zu sanieren: Erst der Lober, dann der Rosengarten
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13:59 19.05.2015
Großbaustelle statt Blütentraum: Der Rosengarten und sein Zugang an der Leipziger Straße müssen wieder hergestellt werden. Quelle: Wolfgang Sens

geht ins Finale. Rund ein Vierteljahr, nachdem dort der Flusslauf trockengelegt wurde, sind die wesentlichen Sanierungsarbeiten weit vorangeschritten. Etwa einen Meter tief wurde die Sohle ausgehoben, der Lober von Ablagerungen befreit. Ein Filter mit Kies und Drainage lässt künftig das Grundwasser besser abfließen.

Für die beauftragte Firma Ecosoil war der Abschnitt am Rosengarten eine echte Herausforderung. "Vor allem wegen verschiedener Leitungen im Erdreich, wie etwa einem Glasfaserkabel der Telekom direkt unter der Flusssohle", schildert Michael Riechert, Projektbearbeiter beim Bergbausanierer LMBV. Bis April soll der Gewässerausbau zwischen der August-Bebel-Straße und dem einstigen Loberwehr beendet sein.

Schon vorher beginnt nach und nach das Aufräumen, werden nicht mehr benötige Baustraßen zurückgebaut. Es gibt viel zu tun: Der Rosengarten ist arg geschunden. "Er wurde stärker in Anspruch genommen als geplant, weil die Baufahrzeuge zugunsten des Erhalts einiger Bäume nicht aus Richtung Moorbad rollen konnten. In Absprache mit der Stadtverwaltung und dem Rosenverein wird Ecosoil den Rosengarten wieder herstellen", versichert Riechert. Im April verschwindet dann auch die Lagerfläche hinter dem Polizeirevier in der Halleschen Straße. Stattdessen entsteht ein Stillgewässer für Kriechtiere und Kleinlebewesen aller Art, das mit dem Lober verbunden ist.

Unerwartete Probleme gibt es laut Riechert im bereits fertig gestellten Sanierungsabschnitt bei Döbernitz: "Zwei nachgepflanzte Erlen mussten kurz vor Weihnachten wegen Pilzbefalls gefällt und verbrannt werden. Unsere ökologische Bauüberwachung kontrolliert, ob sich der Pilz weiter ausbreitet."

Für den noch ausstehenden Bauabschnitt zwischen Rosental und Schenkenberg gibt es unterdessen deutlich mehr Klarheit, wie saniert werden soll. LMBV und Landestalsperrenverwaltung einigten sich auf einen Maßnahmen-Mix, der nun von der Landesdirektion geprüft und voraussichtlich 2016 umgesetzt werden soll. Es werde erneut entschlammt und - zur Erhöhung der Fließgeschwindigkeit - das Sohlgefälle verstetigt und mit einer Mittelwasserrinne versehen. Außerdem wird ein Sedimentationsbecken angelegt - eine Langsamfließstrecke, die Schwebstoffe in Richtung Schenkenberg abfängt. Einzelmaßnahmen an angrenzenden Gebäuden seien ebenfalls geplant.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 12.01.2015
Würker, Kay

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