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Vier-Millionen-Investition für noch mehr Süßes aus Delitzsch

Vier-Millionen-Investition für noch mehr Süßes aus Delitzsch

Diverse Produkte und Dienstleistungen aus dem Altkreis Delitzsch sind international begehrt. Eine ganze Reihe von Unternehmen mit Niederlassungen oder gar Firmensitzen in der Region sind europa- oder weltweit aktiv, haben den Status eines sogenannten Global Players.

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Neue Pralinenpackstraße: Roboterarme sortieren in rasantem Tempo Obstbrand- Pralinen ein.

Quelle: Kay Würker

Delitzsch. Die LVZ stellt einige davon vor. Den Auftakt dieser Serie in loser Folge macht heute die Schokoladenfabrik Delitzsch, eines der wichtigsten Wachstumsunternehmen vor Ort.

Gerade wird in den Betrieb an der Dübener Straße wieder kräftig investiert. Mehr als vier Millionen Euro, so verkündete Halloren-Vorstandschef Klaus Lellé auf der jüngsten Hauptversammlung in Halle, sollen dieses Jahr in die Erweiterung und Modernisierung der Delitzscher Produktionsanlagen fließen. Die erste größere Summe ist bereits verbaut: Soeben wurde eine neue Verpackungsstrecke für Cremetafeln in Betrieb genommen. Sie ersetzt Technik aus den 1960er-Jahren, soll der Belegschaft künftig viel Wartungsaufwand ersparen - bei deutlich höherer Geschwindigkeit. Rund 240 Tafeln pro Minute werden verpackt.

Auch die ersten zwei Module einer neuen Pralinenpackstraße werden gerade eingefahren. Vor allem Krustenpralinen mit Obstbränden werden dort von flinken Roboterarmen in die Packungen sortiert - so schnell, dass es sich kaum mit den Augen verfolgen lässt. Im Herbst schließlich soll noch ein neuer, zweiter Produktionsstrang an der Pfefferminzblättchen-Anlage folgen. "Damit werden wir dort die Kapazität fast verdoppeln", sagt Werkleiter Andreas Brose.

Schneller und effektiver produzieren, darum geht es bei den aktuellen Investitionen in der Dübener Straße. Der internationale Markt ist hungrig nach Delitzscher Süßwaren. Die Pfefferminzblättchen etwa sind auf allen Kontinenten begehrt. "Gerade haben wir eine 80-Tonnen-Lieferung für Australien fertiggestellt, die dort im September in den Handel geht", schildert Brose. "Aber auch aus Japan, den USA, Brasilien und Südafrika liegen Bestellungen vor." Die Obstbrand-Pralinen hingegen sind vor allem ein Europa-Produkt, hauptsächlich vertrieben durch Discounter wie Lidl. Die aktuell eintreffenden Bestellungen sind auf den nächsten Winter oder gar auf Ostern 2015 ausgerichtet. Weitere international gefragte Produkte sind Likörkirschen, gezuckerter Gelee in Form von Blumen als Frühlingsgruß sowie die Fruchtkaramellen, speziell in der Faschingszeit. Bei Letztgenannten wurde das Sortiment gerade mit einer sauren Version erweitert.

Mit dem Absatzerfolg wächst auch das Personal. 250 Festangestellte arbeiten laut Werkleiter derzeit am Halloren-Standort Delitzsch. 17 davon wurden erst in den vergangenen Monaten neu eingestellt. Einschließlich Saisonkräften und Leiharbeitern zählt die Belegschaft mehr als 300 Männer und Frauen. Auch der Umsatz des Betriebes wächst kontinuierlich, betrug im Vorjahr rund 40 Millionen Euro.

Ein Zuckerschlecken ist das Schokoladengeschäft allerdings nicht. Der weltweite Markt ist hart umkämpft, die Rohstoffpreise sind in den vergangenen Jahren drastisch gestiegen. Investiert wird deshalb nicht nur in moderne Technik, sondern auch in immer neue Produktideen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 23.07.2014
Kay Würker

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