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Vogelgrippe-Fall in Nordsachsen – Sperrbezirk um Delitzsch

Geflügelpest Vogelgrippe-Fall in Nordsachsen – Sperrbezirk um Delitzsch

Auch in Nordsachsen gibt es einen Vogelgrippe-Fall. Bei einer in Delitzsch tot aufgefundenen Stockente hat das Friedrich-Loeffler-Institut das Virus nachgewiesen, teilte das Landratsamt mit. Um die Ausweitung der Tierseuche zu verhindern, hat das Veterinäramt einen Sperrbezirk sowie ein Beobachtungsgebiet errichtet.

Delitzsch ist nun Vogelgrippe-Sperrbezirk.

Quelle: Wolfgang Sens

Delitzsch/Nordsachsen. Im Landkreis Nordsachsen gibt es einen ersten Fall von Vogelgrippe: Bei einer im Stadtgebiet Delitzsch tot aufgefundenen Stockente sei durch das Friedrich-Loeffler-Institut das Virus der Hochpathogenen Aviären Influenza H5 – auch als Geflügelpest oder Vogelgrippe bezeichnet – nachgewiesen worden, teilte das Landratsamt mit. Das nordsächsische Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt hat daraufhin nach den Vorgaben der Geflügelpest-Verordnung einen Sperrbezirk von mindestens drei und ein Beobachtungsgebiet von mindestens weiteren sieben Kilometern um den Fundort der Wildente eingerichtet. Die Grenzen des Sperrbezirkes und des Beobachtungsgebietes wurden mit entsprechenden Hinweisschildern ausgewiesen.

Amt mahnt Bürger: Katzen und Hunde von toten Vögeln fernhalten

Für den Sperrbezirk und das Beobachtungsgebiet gelten die folgenden Beschränkungen: Geflügel muss in geschlossenen Ställen oder unter einer Schutzvorrichtung untergebracht werden, die nach oben abgedeckt ist und seitlich das Eindringen von Wildvögeln verhindert. An Ein-und Ausgängen der Ställe sind Matten oder sonstige saugfähige Bodenauflagen auszulegen und mit einem wirksamen Desinfektionsmittel zu tränken und stets damit feucht zu halten.

Geflügelbestände im Sperrbezirk dürfen durch fremde Personen nicht betreten werden, ausgenommen Mitarbeiter des Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramtes oder Tierärzte. Geflügel und Bruteier dürfen nicht transportiert werden – im Sperrbezirk 21 Tage, im Beobachtungsgebiet 15 Tage. Auch „frisches Geflügelfleisch oder Produkte, die aus im Sperrbezirk gehaltenem Geflügel hergestellt wurden, dürfen nicht verbracht werden“, so die Behörde.

Tierische Nebenprodukte aus Geflügelhaltungen im Sperrbezirk sind ausschließlich über die Tierkörperbeseitigungsanstalt Lenz zu entsorgen. Es dürfen keine Vögel zur Aufstockung des Wildvogelbestandes freigelassen werden.

Maßnahmen sollen Ausbreitung bei Geflügelhaltern verhindern

Tot oder krank aufgefundene Wat- und Wasservögel sind dem Veterinäramt zu melden. Tote Singvögel bedürfen dagegen keiner Untersuchung. Für Hunde besteht Leinenzwang. Die Jagd auf Federwild ist verboten. Alle Geflügelbestände im Sperrbezirk werden durch das Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt klinisch untersucht und bei Bedarf beprobt.

Geflügelhalter im Landkreis Nordsachsen, die ihren Tierbestand noch nicht beim Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt angezeigt haben, werden von der Behörde aufgefordert, dies unverzüglich nachzuholen. Halter, die sich bereits gemeldet haben, werden aufgefordert, die Anzahl der gehaltenen Tiere beim Veterinäramt des Kreises zu aktualisieren. Das Amt forderte zudem Hunde- und Katzenhalter auf, ihre Tiere von toten Vögeln und an Gewässern vom Ufer fernzuhalten. So werde verhindert, dass vielleicht vorhandene Geflügelpest-Viren an den Pfoten weitergetragen werden.

Weitere Informationen zum Sperrbezirk und Beobachtungsgebiet mit den dort geltenden Beschränkungen sowie weitere aktuelle Allgemeinverfügungen und Verordnungen sind im Internet unter www.landkreis-nordsachsen.de/aktuell.html zu finden. Für Rückfragen können Bürger das Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt unter der Telefonnummer 034202/9885555 erreichen.

Von lkp

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