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Delitzsch Volkssolidarität: Heiligabend ist für Alleinstehende geschmückt
Region Delitzsch Volkssolidarität: Heiligabend ist für Alleinstehende geschmückt
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15:01 19.05.2015
Anneliese Borkowski verbringt Weihnachten im Kreise der Volkssolidarität. Quelle: Christine Jacob

Los geht es 14 Uhr. Die Tafel ist festlich geschmückt, der Tannenbaum voller bunter Kugeln und Lichtlein, der Duft von Stolle und Kaffee füllt den Raum, ein Programm der Kreismusikschule sorgt für musikalische Umrahmung. Das Wichtigste: Stimmengewirr über Kaffeetafel und alles andere, das Alleinsein hinweg.

Die Stimme von Anneliese Borkowski wird sich heute dazu mischen. Zum ersten Mal verbringt sie Weihnachten bei der Volkssolidarität. "Bis jetzt hatte ich keine Veranlassung", sagt die 79-Jährige. "Schon ewig" sei sie bei der Volkssolidarität, schätze die Angebote und nutze sie gerne, zum Beispiel eine Hauswirtschaftshilfe. Aber Weihnachten war in der Reihe der vielen Volkssolidaritätsangebote bislang kein Thema für sie. 2012 starb ihr Lebensgefährte. "Ich hatte vergangenes Jahr andere Sorgen als Weihnachten", sagt die frühere Deutschlehrerin am Herder-Institut rückblickend.

"Es ist nicht so, dass ich nichts mit mir anzufangen wüsste", sagt die Rentnerin. Sie ist vielseitig interessiert, liest viel, informiert sich, ist gesellig. Doch die Freunde feiern selbst bei ihren Familien. Und ihre Familie, die schon um zwei Ur-Enkel angewachsen ist, feiert bei Bielefeld. "Mit meinem Segen", sagt Anneliese Borkowski, "400 Kilometer Fahrt muss ich mir nicht antun." Die Einladung der Volkssolidarität sei einfach eine "feine Sache". Zugleich aber stehe für sie fest, dass sie nicht den Heiligabend komplett am Wallgraben verbringen wird. Anneliese Borkowski denkt nicht an sich, sie denkt an andere: "Ich möchte nicht, dass die Mitarbeiter der Volkssolidarität Weihnachten nicht bei ihren Familien sind, weil sie Alleinstehende versorgen. Ich will um 17 Uhr wieder zu Hause sein und ich will, dass die Mitarbeiter auch Weihnachten haben."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 24.12.2013
Christine Jacob

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