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Delitzsch Volle Leistung, volles Haus beim TheaterSonntag in der Akademie
Region Delitzsch Volle Leistung, volles Haus beim TheaterSonntag in der Akademie
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14:00 19.05.2015
Michael Martin als Trixie zeigt, dass er nicht nur Handwerk, sondern Seele für die Laufbahn hat. Quelle: Christine Jacob

Beides verband sich am Sonntag, dem TheaterSonntag, für schlappe fünf Euro zu einem mehr als vierstündigen Mammutprogramm, die Steigerung inbegriffen. Drei von ursprünglich vier geplanten Musical-Abschlussproduktionen - eine Darstellerin/Studentin war erkrankt - und das Stück "EXIT Reality", das bereits Mitte April Premiere feierte (LVZ berichtete), bekamen die Gäste zu sehen. Damit haben die Studenten nach sechs Semestern ihre Ausbildung von "solide" bis "fulminant" zu Ende gebracht. Dass viele Delitzscher unter den Gästen waren, freute Leiterin Jana Bauke. Schließlich gilt es nach all den Jahren seit Eröffnung 2008 für die Ausbildungsstätte noch immer, sich als Spielstätte in der Loberstadt zu etablieren.

Sogar noch Stühle dazu zu räumen galt es zum Auftakt des Tages mit "Interview mit Racheel De Pont". Absolventin Jo-Ann Kirchner hatte gemeinsam mit ihrer Dozentin ein etwa 40-minütiges Musical-Programm erarbeitet, das gleichzeitig Prüfung war. So lautete nun einmal die Aufgabenstellung an die Absolventen, bei der es galt zu zeigen, dass man Schauspiel, Gesang und Tanz perfekt bis zur Bühnenreife gelernt hat. Doch fast schon zu perfekt war das, was Jo-Ann Kirchner ablieferte. Ihre Reise ins Jahr 2055, die Reise zur imaginären Berühmtheit Racheel De Pont, war so flippig bunt und als Feuerwerk ihres Könnens angelegt wie es über weite Strecken zu glatt erschien, die Authentizität (noch) fehlte, das Gefühl nicht aufs Publikum überging.

Dagegen ließen Michael Martin in seiner Rolle als Drag Queen Trixie in seinem Stück "Auch ohne Plateau Niveau" und Nele Rook in ihrer Antigone-Interpretation "NeleGone" das Publikum die Emotion erfahren, verkörperten und hauchten ihren Rollen nicht bloß Leben ein, pumpten sie voll damit. Von der Durchlässigkeit des Schauspielers spricht man auch gerne. Beide schafften es mehr als die bloße Darstellung zu geben und fesselnder zu sein als jemand, der "nur" sein Handwerk gut beherrscht. Michael Martin interpretierte Bewährtes wie "Der Panther" von Rainer Maria Rilke ebenso erfrischend neu wie moderne Poetry-Slam-Stücke. Und Nele Rook zeigte von der ersten Sekunde an jene Präsenz, bei der der Zuschauer mit ihrer Version der Antigone leidet und liebt. "NeleGone" erwies sich als eine vor Kraft und Mut strotzende junge Frau, die vor nichts Angst hat und anderen damit Angst macht. Der lang anhaltende Beifall gab der Absolventin Nele Rook so hoffentlich die Gewissheit, dass ihr Weg der richtige sein wird.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom ..
Christine Jacob

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