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Delitzsch Vom Suchen und Finden
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15:41 17.07.2015
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Delitzsch

„Von den 88 Fundsachen 2010 haben wir 21 zurück an ihre Eigentümer geben können. Das ist eine sehr gute Quote“, sagt Petra Wojcik. Vor allem Schlüssel, Geldbörsen und Fahrräder waren darunter. „Das sind auch die Dinge, die am meisten verloren werden“, weiß die Fachfrau und lobt: „Es gibt sehr viele ehrliche Finder.“ In manchen Jahren seien so schon bis zu 200 Fundstücke aufgelaufen. Zunächst nimmt Wojcik auf, worum es sich handelt, notiert sich Details und verwahrt die Stücke. „Ich versuche so schnell wie möglich, den Besitzer zu ermitteln“, betont sie. Das kann mal ganz einfach sein, weil im Portemonnaie noch ein Ausweis steckt.

Oft kommen aber auch Leute zu ihr und fragen gezielt nach ihren verlorenen Schätzen. „Manchmal geht es schon zu wie in einem Taubenschlag.“ Gerade jetzt nach der Schneeschmelze ist die Nachfrage nach Schlüsseln groß. „Natürlich hoffen Viele dann, dass der schon vor Wochen verlorene Schlüsel jetzt wieder auftaucht.“ Vermitteln kann Wojcik aber nur, was tatsächlich bei ihr im Büro abgegeben wurde. Sie versucht aber auch abseits ihrer Kartei zu helfen: „Ich gebe gerne Tipps, wo man sonst noch nachfragen kann.“

Zudem ist seit gut einem dreiviertel Jahr auch das Fundbüro über die Internetseite www.delitzsch.de unter dem Menüpunkt „Bürgerservice“ im Netz vertreten. Dort kann zum einen ein kleiner Katalog mit sieben Kategorien von Fundsachen eingesehen werden. „Aber dort veröffentlichen wir kaum Details, damit sich nicht unerlaubt Dinge verschafft werden können. Darum werden unsere Fundstücke auch nicht als Bilder gezeigt“, erklärt Wojcik. Zum anderen hat jeder die Möglichkeit, eine Verlust- oder Fundanzeige zu schreiben. Gelingt es nicht, innerhalb von sechs Monaten den Besitzer zu ermitteln, gehen die Fundsachen zur Versteigerung, die das Delitzscher Ordnungsamt einmal jährlich gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr durchführt. Da gehen vor allem Fahrräder an neue Besitzer, von fünf bis 150 Euro reichen die erzielten Preise. Das Geld geht nicht in die Stadtkasse, sondern zunächst auf ein Verwahrkonto, wo es drei Jahre bleibt, falls sich der alte Besitzer doch noch meldet.

Wojcik selbst musste noch nie ihre eigenen Sachen als Verlust melden. Durch die Arbeit der vergangenen 20 Jahre achtet sie sehr genau auf ihre Sachen. Gefeit vor dem Verlieren sei aber auch der Ordentlichste nicht: „Das kann in dieser hektischen Zeit jedem passieren“.

Christine Gräfe

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