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Delitzsch Von der Elbe an den Lober: Delitzscher Polizeichef kommt aus Torgau
Region Delitzsch Von der Elbe an den Lober: Delitzscher Polizeichef kommt aus Torgau
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14:30 04.10.2018
Holger Stecher ist der neue starke Mann für Delitzsch. Seit 1. Oktober leitet der 54 Jahre alte Erste Polizeihauptkommissar das Revier. Quelle: Wolfgang Sens
Delitzsch

„Lange nicht gesehen und doch wiedererkannt“, sagt eine Frau, als Holger Stecher die Treppe herunterkommt. Der neue Leiter des Delitzscher Polizeireviers ist im Haus an der Halleschen Straße kein Unbekannter. Der 54 Jahre alte Doberschützer war bereits von 2009 bis 2013 in der Loberstadt im Einsatz.

Seit mehr als 30 Jahren im Polizeidienst

Er hätte seinen Dienst in Delitzsch schon früher angetreten, doch der Tag der Sachsen im September verhinderte es. Als stellvertretenden Revierleiter in Torgau war Stecher über zwei Jahre in die Vorbereitungen und Planungen involviert. Kurz vor der Durchführung, jemand Neuen einzuarbeiten, hätte keinen Sinn ergeben, sagt der Erste Polizeihauptkommissar. Daher habe er den Chefposten in Delitzsch erst mit dem 1. Oktober aufgenommen.

Der Torgauer Revierleiter Peter Labitzke (rechts) verabschiedet Holger Stecher.  Quelle: Christian Wendt

Seit 1986 ist Holger Stecher im Dienst der sächsischen Polizei. Direkt nach der Armee sei er im Streifendienst eingesetzt worden, besuchte anschließend die Offiziersschule. Im Anschluss wurde er Dienstgruppenführer in Eilenburg, 1996 das erste Mal stellvertretender Revierleiter in Torgau. Mit der ersten Strukturreform in der sächsischen Polizei 2009 „hat es sich ergeben“, als Leiter des Streifendienstes nach Delitzsch zu kommen, blickt Stecher zurück. Mit dem Weggang des damaligen Revierleiters Uwe Greischel nach Grimma hatte er dann von 2011 bis 2012 bereits die kommissarische Leitung in Delitzsch inne. Mit der erneuten Strukturreform wechselte Stecher 2013 als Leiter Streifendienst erneut nach Torgau. Nun kehrt er wiederum nach Delitzsch zurück.

Kommissarischer Leiter bleibt – mit neuer Aufgabe

In den vergangenen fünf Jahren habe sich einiges verändert – wie beispielsweise Zuständigkeiten und die Reviergrenzen. Die Aufgabenstellung der Polizei sei aber nach wie vor dieselbe, sagt Stecher. Momentan kümmere er sich erst einmal um das Tagesgeschäft und die Abläufe innerhalb des Reviers. Ein besonderes Steckenpferd, das seine Aufmerksamkeit genießt, habe Stecher noch nicht. Delitzsch bescheinigt der neue Polizeichef währenddessen „durchschnittliche Kriminalität, für mich nicht besorgniserregend“.

Revierleiter Klaus-Dieter Kabelitz (rechts) übergibt sein Amt Ende Juli an Micha Zita. Quelle: Alexander Prautzsch

Auch Micha Zita, der das Revier seit der Verabschiedung von Klaus Kabelitz in den Ruhestand Ende Juli kommissarisch geführt hatte, bleibt in Delitzsch. Er leitet nun den Kriminaldienst. „Für mich war es eine Horizonterweiterung“, blickt der 54-Jährige auf die vergangenen zwei Monate zurück, „ich habe es mit Freude getan.“ Nun könne er sich als ausgebildeter Kriminalist wieder seinem Kerngebiet widmen. Zudem ist er nun stellvertretender Revierleiter.

Von Mathias Schönknecht

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