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Delitzsch Von der Feuerwehrkapelle zum Blasorchester
Region Delitzsch Von der Feuerwehrkapelle zum Blasorchester
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17:39 23.03.2011
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. Aber irgendwie passt der Namen heute doch wieder. Im Moment leben sieben der 15 Musiker in Delitzsch. In diesem Jahr besteht das Orchester genau 50 Jahre. Am 16. April wird es deshalb ein Jubiläumskonzert im Delitzscher Bürgerhaus geben.

Kurt Urbau, Tischerlermeister und Fleischer aus Zschortau, scharte 1961 eine Gruppe Musikanten um sich, aus der in den 1970er Jahren die „Feuerwehrkapelle Zschortau entstand. „Einige von den damaligen Gründungsmitgliedern werden beim Konzert begrüßen können", freut sich jetzt schon Gerhard Rauchfuß. Er spielt das 1. Flügelhorn und ist fast ausschließlich mit Melodieaufgaben innerhalb des Orchesters betraut und hält auch so die organisatorischen Fäden in der Hand. Rauchfuß als auch Frank Flinzer (2. Flügelhorn und immer noch dabei) lernten noch bei Orchestergründer Urban ihr Instrument spielen. Anfangs wäre die Lust daran nicht unbedingt groß gewesen, erinnert sich Rauchfuß, später entwickelte sich aber eine wahre Leidenschaft, die den 57-Jährigen bis heute nicht losgelassen hat.

In den 70er und 80er Jahren erlebte das Orchester einen qualitativen Aufschwung. An das Leichtmetallwerk Rackwitz angeschlossen, übernahm Rolf Schirmer, erster Konzertmeister des Rundfunkblasorchesters Leipzig, die musikalische Leistung. Er hatte damals wohl auch die Idee, den Klangkörper namentlich an die Stadt Delitzsch zu binden. Nach der Wende übernahm Rüdiger Nicilai den Taktstock und aus dem Blasorchester Rackwitzer wurden die Delitzscher Stadtmusikanten.

Gut 20 Auftritte haben die Musiker im Jahr und sind dabei mitnichten nicht nur in der Region unterwegs. Geprobt wird traditionell jeden Mittwoch und seit Oktober 2004 im eigenen Musikantenhaus in Kletzen. „Mit Hilfe der Gemeinde und unserer Hauptsponsoren, dem Sanitätshaus Premium und der Firma Sanitär und Heizung Nicolai, haben wir einen alten Stall umgebaut", berichtet Rauchfuß stolz. Stolz sei das Orchester auch darauf, dass Maria und Konstantin, zwei Schüler, den Weg zu ihnen gefunden hätten. „Natürlich suchen wir weiter nach Nachwuchsmusiker", hieß es. Es gebe Fahrgemeinschaften zu den Proben und ein Instrument werde sich auch finden.

Am Wochenende sind die Männer und die drei Frauen zum Probelager in Bucha in der Dahlener Heide. Wegen des Jubiläums genau einen Monat früher als sonst.

Ditmar Wohlgemuth

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