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Delitzsch Von wegen Sommerpause: Delitzsch hat viel Arbeit
Region Delitzsch Von wegen Sommerpause: Delitzsch hat viel Arbeit
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07:00 10.07.2018
Der Rathaussaal wird mal wieder gründlich renoviert. Es gibt unter anderem neue Tapete, frischen Stuck und Parkettpflege Quelle: Christine Jacob
Delitzsch

Spachtelmasse ist frisch angerührt. Es riecht nach gelöster Tapete. Alle Tische und Stühle sind weggeräumt. Dafür stehen jetzt Gerüste, wo sonst der Stadtrat debattiert und werkeln Handwerker, wo sich CDU und Freie Wähler sonst die Bälle zuwerfen. Die politische Sommerpause wird im Delitzscher Rathaus gerade für Renovierungsarbeiten genutzt. Und nicht nur das.

Sommerpause ist nur kurz

„Die sitzungsfreie Zeit ist nur ein bisschen ruhiger“, sagt der Delitzscher Oberbürgermeister Manfred Wilde (parteilos). Ende Juni kam der Stadtrat das letzte Mal zusammen, bis 20. September ist politische Sommerpause und Hitze statt hitziger Debatten angesagt. „Es gibt trotzdem viel zu besprechen, viele Dinge sind vorzubereiten“, sagt das Stadtoberhaupt. So seien vermehrt Rücksprachen zu aktuellen oder noch kommenden Projekten für die Stadt zu halten. Gerade jetzt bleibe dafür etwas mehr Zeit, die man möglichst effektiv nutzen will – zum Beispiel für Gespräche wie das jüngste zum Bahnübergang in der Leipziger Straße, Runden mit dem Sächsischen Staatsministerium des Inneren zum neuen Fördergebiet im Osten der Stadt oder Gespräche zu laufenden Großprojekten wie der Sanierung der Oberschule im Norden. Auch ein Gespräch mit dem Projektsteuerer zum möglichen neuen Allwetterbad in der Sachsenstraße soll es in der Sommerpause geben. Und die Bebauungspläne bräuchten unabhängig von Stadtratsterminen ohnehin eine ständige Begleitung und Fortschreibung. Bald seien auch schon wieder die nächsten Beschlüsse vorzubereiten oder die Wahl des Jugendparlaments zu organisieren, im September soll das Gremium erstmals gewählt werden. Auch der Planungsaufruf für den neuen Doppelhaushalt muss jetzt im Sommer raus. „Möglichst ab Oktober sollte der neue Doppelhaushalt in den Ausschüssen vorberaten werden, damit wir spätestens im Dezember einen Beschluss dazu haben“, hofft Wilde auf reibungslosen Finanzplanungsablauf.

Kein Sachgebiet unbesetzt

Obwohl es im Rathaus und der Politik also keine echte Sommerpause gebe, sei natürlich noch genug Zeit für den wohlverdienten Sommerurlaub der Verwaltungsmitarbeiter. Dabei wird stets darauf geachtet, dass kein Sachgebiet unbesetzt bleibt. „Es schläft kein Amt ein“, versichert Wilde. Und wenngleich auch die Arbeit im Stadtratsbüro durch weniger Anfragen und Anliegen der Fraktionen gerade etwas geringer ausfalle und dort weniger Aufgaben eintrudeln, gibt es genug zu klären: „Es kommen immer wieder Bürger mit Anfragen direkt zu uns“, erzählt Manfred Wilde, immer wieder sitzt auch er lange mit Delitzschern zusammen und bespricht alle möglichen und unmöglichen Probleme. „Langeweile gibt es bei uns im Rathaus nicht, selbst wenn Sommerpause ist“, betont der Stadtchef.

Viel Arbeit für Handwerker

Der größte Vorteil der sitzungsfreien Zeit aber ist aktuell, dass der Rathaussaal jetzt mal monatelang nicht genutzt werden muss. Seit Jahrzehnten ist dort nix passiert, jetzt wurde es Zeit für eine Renovierung. Schon damit nicht mal einem Stadtrat im wahrsten Sinne des Wortes die Decke auf den Kopf fällt – oder besser Stuckteile. Aktuell werden neue Tapeten angebracht, der Stuck wird erneuert. Auch das Parkett bekommt einen neuen Schliff, ebenso die Treppen, welche hinauf zum Saal führen. Rund vier Wochen haben die Handwerker für diese Arbeiten veranschlagt.

Von Christine Jacob

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