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Delitzsch Vor-Ort-Debatte mit Petra Pau (MdB)
Region Delitzsch Vor-Ort-Debatte mit Petra Pau (MdB)
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00:18 15.05.2017
Matthias Mittmann (links) führt die Gäste durch die Ausstellung. Bundestagsabgeordneten Petra Pau (Die Linke, rechts) und Susanna Karawanskij (hinten) sind beeindruckt. Quelle: Ditmar Wohlgemuth
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Delitzsch

Die Partei Die Linke war am Donnerstagnachmittag mit geballter, kompetenter, aber auch sympathischer Politikprominenz in Delitzsch präsent. Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau, ihre Bundestagskollegin Susanna Karawanskij sowie die sächsische Landtagsabgeordnete Luise Neuhaus-Wartenburg besuchten das Schalom Begegnungszentrum der evangelisch-freikirchlichen Gemeinde in der Mauergasse 19 a. Anliegen des Frauenpower-Besuches war es, mit Leuten ins Gespräch zu kommen, die sich für „Demokratie leben“ einsetzen. Die Politikerinnen wollten erfahren, wie sich das Bundesprogramm mit dem gleichen Namen wirksam in der Praxis umsetzen lässt. Ihnen kam es darauf an, von den Erfahrungen vor Ort zu hören, wie gelingt es nachhaltig, Demokratie zu leben, Menschenfeindlichkeit und Rassismus entgegenzuwirken.

Ohne Programm kein Begegnungszenrum

„Ohne dieses Programm wäre dieses Begegnungszentrum in dieser Form und mit seiner Erlebnisausstellung wahrscheinlich nie entstanden“, erklärte Matthias Mittmann, Gemeindeleiter und Sozialarbeiter. „Die Einrichtung soll zum Dialog einladen“, sagte er weiter. Sie werde bereits seit dem Jahr 2013, als sie feierlich eingeweiht wurde, vor allem von Schulkassen genutzt. Mittmann führte die Abgeordneten durchs Haus, indem auch das Versteck von Anne Frank auf dem Dachboden nachempfunden wurde. Das jüdische Mädchen hatte sich mit ihrer Familie zwei Jahre lang in Amsterdam in einem Hinterhaus vor den Nazis versteckt. Sie starb im Konzentrationslager Bergen-Belsen. Ihr Tagebuch ist weltweit bekannt. „Mit dem Raum wollen wir dafür sorgen, dass Geschichte nicht vergessen wird“, erklärte Sozialarbeiter Jens Rudolf. Die Politikerinnen und weitere Gäste zeigten sich sehr beeindruckt.

Schwer, Akteure zu finden

In der anschließenden Debatte, an der Uta Przikopp vom Landratsamt (Fachstelle für Demokratie und Vielfalt) und auch Frank Schubert von der Externen Koordinierungsstelle teilnahmen, gab es ganz konkrete Hinweise. Projekte würden nur für ein Jahr gefördert, warum nicht länger? Die Nachhaltigkeit bliebe deshalb meist auf der Strecke. Auch sei das Programm inhaltlich ziemlich überladen und damit schwerer umsetzbar. Akteure zu finden, die Projekte übernehmen, fällt zunehmend schwerer, obgleich sie von Anfang an die Unterstützung von Experten bekommen. Jugendliche seien zumeist Zielgruppe der Arbeit, besser wäre aber, wenn sie selbstständig aktiv würden.

Von Ditmar Wohlgemuth

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